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Mehrere Rehkitze gerieten ins Mähwerk

Edemissen Mehrere Rehkitze gerieten ins Mähwerk

Mödesse. Ein tierisches Drama hat sich am Wochenende in Mödesse abgespielt: Ein Landwirt hat am Teichweg eine Wiese gemäht, in der mehrere Rehkitze ihre Kinderstube hatten. Die Jungtiere gerieten in das Mähwerk und wurden regelrecht zerhäckselt.

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Ein Rehkitz im hohen Gras. Wenn sich die Mähmaschine nähert, läuft es nicht weg sondern duckt sich tiefer in sein Versteck.

Quelle: A

Anwohner des Teichwegs bekamen die Geschehnisse hautnah mit. Eines der Kitze, dem beide Vorderläufe abgetrennt wurden, brachten mitleidige Bürger zum Tierarzt. Der konnte aber nichts mehr für das Tier tun und musste es einschläfern.

Der Bauer habe einfach drauflos gemäht und womöglich gar nicht bemerkt, was er angerichtet habe. Die Rehe hätten keine Chance zur Flucht gehabt, sagen die Anwohner. Und auch Hasen und junge Fasane seien umgekommen.

Die Gefahr, die Tieren durch das Mähen von Wiesen drohen, ist bekannt. „Sobald auf Wiesen und Feldern die Ernte beginnt, können die großen und relativ schnellen Erntemaschinen Wildtieren gefährlich werden, die zwischen den Pflanzen Unterschlupf gesucht haben. Vor allem junge Hasen und Rehe ducken sich bei Gefahr und kauern regungslos am Boden, was ihnen beim Mähen zum Verhängnis wird“, sagt Kreisjägermeister Ulrich Graf von Hardenberg. Aber auch Vögeln droht Gefahr: Die Maschinen zerstören Nester und Gelege von Vögeln, die auf Wiesen brüten.

Doch man müsse das nicht hinnehmen. Im Gegenteil: Wer ohne Vorwarnung Wiesen mäht, verstößt gegen das Tierschutzgesetz, sagt von Hardenberg. Möglichkeiten, den Tieren den Aufenthalt auf der Wiese ungemütlich zu machen und sie so zu vertreiben, gibt es einige. Darüber hinaus könne man die Felder von innen nach außen mähen und den Tieren so die Flucht zu ermöglichen. Bei der häufig üblichen Mahd von außen nach innen werden die Tiere in der Mitte des Feldes zusammengetrieben haben am Ende keine Chance, zu entkommen.

In diesem Jahr fällt die Mähzeit unglücklich mit der Setzzeit der Rehe - also der Geburt der Jungtiere - zusammen. Die Kitze sind erst wenige Tage alt, haben kaum Eigengeruch und sind selbst von ausgebildeten Jagdhunden kaum aufzuspüren. „Das hat die Natur so eingerichtet, damit zum Beispiel Füchse die Kleinen nicht entdecken“, erklärt der Kreisjägermeister. Und er weist darauf hin, dass es trotz aller Maßnahmen wohl nie gelingen wird, solche Vorfälle ganz zu vermeiden.

wos

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