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Marktflecken, Burgstellen und Edelherren von Depenau

Burgdorf Marktflecken, Burgstellen und Edelherren von Depenau

Burgdorf. Zu einer archäologisch-geschichtlichen Radwanderung unter dem Titel „Burgdorf: Marktflecken, Stadt und frühe Burgstellen der Edelherren von Depenau“ hatte vor Kurzem der Archäologe Thomas Budde eingeladen.

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Ein Merian-Stich Burgdorfs von 1658, der unter anderem die heute eingeebnete Stadtbefestigung wiedergibt. Rechts: Schloss und ehemalige Burgstelle in Burgdorf.

Quelle: oh

Burgdorf. Startpunkt war Abbensen, erste Station der Tour mit etwa 30 Teilnehmern war Burgdorf selbst.

Budde erläuterte unter anderem die mittelalterliche Entstehungsgeschichte der Stadt. Trotz schwerer Zerstörungen in der Hildesheimer Stiftsfehde (1519), im 30-jährigen Krieg (1632) sowie den Stadtbränden von 1658 und 1809 vermittele die Altstadt noch immer einen guten Eindruck von der mittelalterlichen, unter Herzog Otto dem Heiden um 1433 angelegten, einst mit Wall und Graben befestigten mittelalterlichen Stadtanlage. „Gleichzeitig wurde damals am Südrand der Altstadt, im Schutz der Burgdorfer Aue, eine mächtige Wasserburg erbaut, von der heute noch die Nachfolgeanlage des Burgdorfer Schlosses zeugt“, sagte Budde weiter.

Vor der Eroberung durch die welfischen Herzöge in der kleinen Stiftsfehde (1420-22) war Burgdorf hildesheimisch. Es handelte sich nach Aussage des Archäologen um einen Marktflecken (Weichbild) mit bereits stadtähnlichem Charakter zu Füßen einer schon vorhandenen namengebenden Burg, über die es allerdings kaum Informationen gibt, da es in Burgdorf bisher keine Ausgrabungen gegeben hat.

Die Route führte weiter nach Westen zur Burg von Heeßel, anschließend wurde die in der Aueniederung bei Steinwedel bei der Depenauer Mühle gelegene, gänzlich eingeebnete Burgstelle Depenau aufgesucht. „Sie war Stammsitz des im 12. und 13. Jahrhundert bezeugten Dynastengeschlechts der Edelherren von Depenau, das für das Burgdorfer Gebiet bis zu seiner Vertreibung durch den Hildesheimer Bischof eine ähnlich wichtige Rolle spielte wie die Edelherren von Meinersen für das Gebiet um Uetze, Edemissen und Meinersen“, erklärte Budde. „Wenngleich nur für die Burg Depenau sicher nachweisbar, gehen vermutlich auch die Burgen in Heeßel und Burgdorf auf die Edelherren zurück.“ Letzte Station war der Standort der wohl zur Feste Depenau gehörigen Maria-Magdalenen-Kapelle im Waldstück Heister bei Klein Steinwedel.

mu

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