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Lidwina und Martin Olbrich feiern heute goldene Hochzeit

Edemissen Lidwina und Martin Olbrich feiern heute goldene Hochzeit

Edemissen. Frisch Verheirateten stellt sich die Frage, ob sie in 50 Jahren noch verheiratet sein werden, verständlicherweise nicht. Für Lidwina und Martin Olbrich aus Edemissen ist das nach nunmehr 50 Jahren Ehe auch keine Frage: „Man hat sich ja geschworen, dass man zusammenbleibt“, sagt Lidwina Olbrich.

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Lidwina und Martin Olbrich wurden heute vor 50 Jahren kirchlich getraut.

Quelle: hui

Kennengelernt haben sich die gelernte Schneiderin und der Bahnbeamte bei der Jugendarbeit der Katholischen Jugend Edemissen. Beide teilten die gleiche Herkunftsgeschichte als Vertriebene aus Schlesien, deren Mütter ihre Kinder allein durchbringen mussten. „Wir waren vor einigen Jahren wieder dort und haben festgestellt, dass unsere Wohnorte nur 20 Kilometer auseinander lagen“, sagt der Goldbräutigam, „vielleicht wären wir uns auch da über den Weg gelaufen!“

So aber begeisterten sie Aktionen wie Pfarrfeste, Zeltlager und Wanderungen der katholischen Jugend in Edemissen, und dabei kamen sie sich näher. 1960 musste der Bundesbahn-Jungwerker Martin Olbrich zur Bundeswehr. Danach bot ihm das Schicksal die Chance, in verantwortlicher Position als Bahnhofsvorsteher in Edemissen zu arbeiten. Olbrich griff zu, auch wenn das bedeutete, sozusagen Mädchen für wirklich alles auf dem Bahnhof zu sein - und sei es eine verstopfte Bahnhofstoilette. Nach der Schließung des Bahnhofs 1970 wechselte er in die Güterabfertigung nach Peine, bis er 1996 nach 42 Jahren im Dienst der Bundesbahn, die nun privatisiert wurde, in den Vorruhestand ging.

In ihrem Beruf als Schneiderin erlebte Lidwina Olbrich nach der Ausbildung bei Frau Marx an der Stederdorfer Straße weitere interessante Arbeitsstellen wie beispielsweise das angesehene Peiner Bekleidungshaus Korbmacher. Für ein Jahr zog sie zu Onkel und Tante nach Recklinghausen, wo sie in einem großen Kaufhaus arbeitete. Von 1981 bis 2002 arbeitete sie bei der Lebenshilfe im Bereich Kunstgewerbe. „Das hat mir viel Spaß gemacht“, sagt sie.

1967 wurden die Olbrichs Eltern einer Tochter, 1970 kam ein Junge dazu. Martin Olbrich engagierte sich derweil als Pfarrgemeinderat und im Kirchenvorstand, darüber hinaus auch in der Politik: 1968 wurde er für die CDU in den Gemeinderat gewählt, dem er 33 Jahre lang angehörte.

Zudem war er von 1996 bis 2011 Kreistagsabgeordneter und von 1981 bis 1991 sowie von 1996 bis 2001 Ortsbürgermeister von Edemissen, daneben auch stellvertretender Gemeindebürgermeister. Für dieses ehrenamtliche Engagement wurde er 2011 mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes geehrt.

Neben dem Beruf und all der ehrenamtlichen Arbeit legte die Familie immer sehr viel Wert auf die gemeinsamen Urlaubsfahrten nach Südtirol, wohin inzwischen auch die Enkelkinder gerne mitfahren.

Heute hat das Paar insgesamt fünf Enkelkinder, von denen sie zwei aber nur ein- bis zweimal im Jahr sehen, denn die Tochter lebt mit ihrem Mann und den beiden Kindern in Spanien. Aber die Familie verbringt regelmäßig ihren vierwöchigen Sommerurlaub bei den Eltern in Edemissen.

hui

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