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Lebenshilfe Peine-Burgdorf: 200 Personen bei Großdemo

Edemissen Lebenshilfe Peine-Burgdorf: 200 Personen bei Großdemo

Hannover/Berkhöpen. Dieser Protest war nicht zu übersehen und nicht zu überhören: Auf dem Opernplatz in Hannover haben in der vergangenen Woche rund 7000 Menschen, davon die meisten mit Behinderung, für ein besseres Bundesteilhabegesetz demonstriert. Mit dabei waren 200 Personen der Lebenshilfe Peine-Burgdorf.

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Auch Vertreter der Lebenshilfe Peine-Burgdorf demonstrierten gegen das geplante Bundesteilhabegesetz.

Quelle: oh

Der Paritätische Wohlfahrtsverband Niedersachsen, der Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen, der Lebenshilfe Landesverband Niedersachsen und der SoVD Landesverband Niedersachsen hatten gemeinsam mit anderen Organisationen aus der Behindertenhilfe und -selbsthilfe zu der Kundgebung aufgerufen, zu der viel mehr Menschen kamen, als im Vorfeld erwartet waren.

„Diese ungeheure Mobilisierung war möglich, weil die beteiligten Organisationen Informationsmaterial zu dem geplanten Gesetz in leichter Sprache zur Verfügung stellten - und so konnten sich auch viele Menschen mit kognitiven Einschränkungen ein Bild von dem vorliegenden Gesetzentwurf machen“, erklärt die Sprecherin der Lebenshilfe Peine-Burgdorf, Ulrike Treptow. Der allgemeine Tenor: Dieses Gesetz verschlechtert die Lage von Menschen mit Behinderung in vielerlei Hinsicht.

So riefen auch Werkstatt-Räte und Bewohner-Vertretungen zur Fahrt nach Hannover auf. Von Cuxhaven bis zum Harz machten sich große Gruppen mit Bus und Bahn auf den Weg. Auf dem Opernplatz entwickelte sich ein bunter und lauter Protest. Mit Plakaten, unterstützt durch Trillerpfeifen und Tröten, teilten die Demonstranten ihre Meinung mit. „Die Politiker haben uns versprochen, mit dem Bundesteilhabegesetz die UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen“, sagte Birgit Eckhardt, die Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Niedersachsen. „Dieses Versprechen hält der vorliegende Gesetzentwurf nicht! Liebe Politiker in Berlin und Hannover - macht ein gutes Bundesteilhabegesetz!“

SoVD-Vertreter Bernhard Sackarendt sagte: „Die Veranstaltung zeigt, dass die Politik das Bundesteilhabegesetz nicht über die Köpfe der Menschen mit Behinderung hinweg beschließen kann.“ Die niedersächsische Sozialministerin Cornelia Rundt versprach, sich im Bundesrat für Verbesserungen am Gesetzentwurf einzusetzen. In einer Talk-Runde sprachen Menschen mit Behinderung über ihre Befürchtungen. Einhellige Meinung: „So nicht! Wir wollen ein Bundesteilhabegesetz, aber ein gutes!“

wos

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