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Kiesabbau bei Wipshausen: Gestern Diskussion am Runden Tisch

Edemissen Kiesabbau bei Wipshausen: Gestern Diskussion am Runden Tisch

Peine/Edemissen . Zu einem Runden Tisch zum Thema Kiesabbau bei Wipshausen hatte gestern Abend Uwe Schmidt, Vorsitzender des Kreisverbands Peine des Naturschutzbundes (Nabu), eingeladen.

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Um diese unscheinbar aussehende Fläche ist ein heftiger Streit entbrannt. Wegen der Wasserentnahme am nördlichen Rand des Meerdorfer Holzes (l.) hat sich ihre Beschaffenheit in den vergangenen Jahren verändert.

Quelle: oh

Die Frage, ob die Kiesabbaufläche bei Wipshausen erweitert werden soll oder nicht, wird zurzeit nicht nur in der Gemeinde Edemissen heftig diskutiert (siehe Kasten rechts).

Ziel der Veranstaltung gestern Abend war es, alle Betroffenen und Entscheidungsträger zusammenzubringen. Gelungen ist das nur zum Teil, denn vom Landkreis als heftig kritisierter zuständiger Verwaltungsbehörde war niemand anwesend. Insgesamt waren knapp 20 Personen gekommen, um sich zu informieren und auszutauschen.

Unter anderem an der intensiven, teils emotional geführten Diskussion beteiligten sich Siegfried Konrad und Katrin Esser-Mönning (beide SPD), Alfred Hustedt (CDU) sowie Rosemarie Waldeck und Doris Maurer-Lambertz (Bündnis 90/Die Grünen).

Vorab erläuterte der Betriebsleiter des Kieswerks in Wipshausen, Norbert Naase, warum die Fläche für das Unternehmen von so großer Bedeutung ist und warum es aus dessen Sicht keine Alternative dazu gibt.

Anschließend stellte der Umweltplaner Dr. Reiner Theunert die Entwicklung der Vegetation im vorgesehenen Abbaugebiet in den zurückliegenden 25 Jahren dar. Er machte deutlich, dass von dem, was das einst feuchte Gelände seinerzeit schützenswert gemacht habe, nichts mehr vorhanden sei. Ursache ist seiner Meinung das Abpumpen von Wasser am Nordrand des Meerdorfer Holzes, durch das das Gebiet austrocknet.

Eine Umweltverträglichkeitsstudie hat das IHU Geologie und Analytik Stendal erstellt. Vorgestellt wurde sie von Nico Stiller, der die Möglichkeit zu einer deutlichen Aufwertung der Vorhabensflächen betonte. Unter anderem soll der so genannte Köhlingbach, der derzeit als Graben verläuft, wieder renaturiert werden.

Waldeck und Maurer-Lambertz hinterfragten die Intention des Nabu, diesen Runden Tisch einzuberufen. „Wir halten den Rohstoffabbau für legitim, wenn in der Folge sogar eine Verbesserung für die Natur dabei herauskommt“, argumentierte Schmidt.

Warum man dem Unternehmen Papenburg so viel Vertrauen gegenüber bringe, dass die Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden, war ein weiterer Diskussionspunkt. Die Firma habe zum einen in der Vergangenheit entsprechend gehandelt, zum anderen müssten viele der Maßnahmen parallel zur Auskiesung erfolgen. Man könne also nicht einfach hinterher von den Zusagen Abstand nehmen.

Harsche Kritik kam von mehreren Seiten an der „Blockadehaltung des Landkreises“, unter anderem bezüglich der veralteten Planungsgrundlage. Nicht erst seit der Klage (PAZ berichtete) verweigere man dort jedes Gespräch, sondern im Gegenteil sei die Klage die Folge dieser Haltung, hieß es.

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