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Kiesabbau: Neues Gutachten abgelehnt

Edemissen Kiesabbau: Neues Gutachten abgelehnt

Wipshausen/Peine. Die Debatte um die von der Firma Papenburg beantragte Erweiterung ihres Kiesabbaugebietes bei Wipshausen ist am Dienstagabend in eine neue Runde gegangen.

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Die Firma Papenburg möchte ihr Kieswerk bei Wipshausen erweitern.

Quelle: im

Die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt- und Verbraucherschutz des Landkreises Peine diskutierten über die Problematik und dabei vor allem über einen von der CDU im Vorfeld gestellten Antrag.

Darin forderten die Christdemokraten unter anderem, das Gebiet erneut gutachterlich untersuchen zu lassen. Die Ausschuss-Mehrheit aus SPD und Grünen lehnte dies jedoch ab.

Zum Hintergrund: Die Firma Papenburg hatte bereits im Jahr 2012 einen Antrag auf eine Erweiterung ihrer Kiesgrube in Wipshausen gestellt. Seit dem wird im Ausschuss für Umweltschutz heftig darüber diskutiert, ob dieses Vorhaben mit dem Umweltschutz zu vereinbaren ist (PAZ berichtete mehrfach).

SPD und Grüne sprachen sich gestern nun gegen ein neuerliches Gutachten aus und führten dabei zwei Gründe an: So wolle ein Privatbesitzer seinen Teil des Landes nicht verkaufen, außerdem stelle das Areal ein Verbindungsstück zwischen zwei Naturschutzgebieten da - ein Kiesabbau könne hier zu großen Problemen führen.

Auf der Gegenseite argumentierte die CDU, dass ein solches Projekt die Wirtschaft im Peiner Land insgesamt fördern und Arbeitsplätze garantieren würde. Die Argumentation für den aktuellen Antrag: Das bisherige Gutachten sei veraltet, erst mit einer erneuten Untersuchung könne geklärt werden, ob die Erweiterung des Kiesabbaus die Natur gefährden würde.

Doch diese Ausführungen überzeugten die anderen Ausschussmitglieder nicht. Auch die hohen Kosten eines solchen Gutachtens seien ein abschreckender Faktor, erklärten etwa die Sozialdemokraten. Außerdem müsste zudem auch ein Gesetz auf Landesebene durchgebracht werden, da das Land Niedersachsen sich im Jahr 2014 noch eindeutig gegen das Vorhaben der Firma Papenburg ausgesprochen hatte.

Mit den Stimmen von SPD und Grünen wurde der CDU-Antrag auf ein weiteres Gutachten schließlich abgelehnt. Hans-Werner Fechner, Fraktionsvorsitzender der CDU im Kreistag machte jedoch deutlich, dass man trotzdem nicht aufgeben wolle. „Gesetze kann man ändern. Wir müssen für unsere Interessen einstehen und uns dafür einsetzen, dass eine sinnvolle Entscheidung getroffen wird. Bei der nächsten Abstimmung brauchen wir einfach noch mehr Stimmen“, erklärte er entschlossen.

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