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Junggesellschaft wird 125 Jahre alt

Edemissen Junggesellschaft wird 125 Jahre alt

Wipshausen. Die Junggesellschaft ist nach Angaben der Unverheirateten der älteste bestehende Verein der Ortschaft Wipshausen.In diesem Jahr feiern sie den 125-jährigen Geburtstag ihres Zusammenschlusses.

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Die Mitglieder der Junggesellschaft Wipshausen beim Volksfest 2012.

Quelle: oh

Bereits in den frühen Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts muss es in Wipshausen einen Zusammenschluss von jungen, unverheirateten Männern gegeben haben, vermuten sie.

Das Protokoll einer Gründungsversammlung oder andere Nachweise aus diesen frühen Jahren sind jedoch nicht mehr vorhanden. So standen bereits frühere Junggesellengenerationen vor dem Problem, welches Gründungsjahr anzunehmen ist. 1990 nahm sich der damalige Vorstand dieser Frage an,wälzte verstaubte Protokolle und befragte ältere Mitbürger. Konkrete Vorgänge aus dem 19. Jahrhundert konnte man aber nicht mehr rekonstruieren.

So wählte man damals die Jahreszahl der ältesten erhaltenen Junggesellen-Schützenscheibe als Gründungsjahr: 1888. Damit können die Männer in diesem Jahr das 125-jährige Bestehen ihres Vereins feiern.

Damaliger Junggesellenkönig war Heinrich August Fricke. Heutiger Besitzer dessen Hofes in der Ersestraße ist Wolfgang Gebhardt. Darüber hinaus liegt noch ein Ausschnitt der Peiner Zeitung vom Juni 1879 vor, in dem das Schützenfest zu Wipshausen angekündigt wird. Als Ausrichter werden hier „Die Schaffer“ angegeben.

Danach kann man vermuten, dass bereits deutlich vor dem heutigen offiziellen Gründungsdatum, wie damals in unserer Region üblich, ein Junggesellenverein am Ausrichten des Schützenfestes beteiligt war. Dieser Tradition blieb die Junggesellschaft bis 1967 treu.

In dem Jahr richteten die unverheirateten Männer zum letzten Mal allein verantwortlich das Schützenfest aus. Die finanzielle Belastung war einfach zu groß geworden, und so wurde die Hauptverantwortung 1968 an die neu gegründete Volksfestgemeinschaft abgegeben.

Dennoch ist die Junggesellschaft bis heute maßgeblich an der Durchführung des Festes beteiligt und organisiert darüber hinaus viele weitere traditionsreiche Veranstaltungen oder setzt sich in anderer Weise für das Gemeinwohl ein.

Die Scheibe aus dem Jahre 1888 wurde bereits 1999, im Jahr des 111-jährigen Bestehens, freundlicherweise von Wolfgang Gebhardt in den Besitz der Junggesellschaft übergeben. Nachdem sie aufwendig restauriert wurde, hängt sie heute im Vereinsheim der JGS, dem Wipshäuser Schießheim, und ziert auch deren Wappen. wos

„Somit ist das Jubiläum ein wenig aus der Not geboren. Dennoch ist der Festakt wichtig, da es nicht versäumt werden soll, die beeindruckende Tradition des Vereins und seine Verdienste um die Ortschaft in entsprechendem Rahmen zu würdigen“, resümieren die jungen Männer gegenüber der PAZ.

Das Jubiläum wird am kommenden Freitag, 19. Juli, ab 19 Uhr mit einem Kommers für geladene Gäste gefeiert. Ab 22 Uhr feiern die Junggesellen dann öffentlich eine Zeltdisco. Ab Samstag, 20. Juli, findet in Wipshausen das dreitägige Volksfest statt (siehe Info-Kasten).

wos

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