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Junge verlor Unterarm: Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung

Edemissen Junge verlor Unterarm: Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung

Edemissen. Nach dem tragischen Unfall in Edemissen, bei dem einem Zehnjährigen am Sonntagabend der rechte Unterarm von einer Schmutzwasserpumpe abgerissen worden war (PAZ berichtete), hat die Peiner Polizei ein Verfahren eingeleitet. „Wir haben Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung aufgenommen“, bestätigte Polizei-Sprecher Stefan Rinke.

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Quelle: pif

Der Junge, der selbst Mitglied der Jugendfeuerwehr ist, hatte am Sonntagnachmittag beim Tag der Feuerwehren seine Hand in ein Löschwasserauffangbecken gehalten. Darin stand die Schmutzwasserpumpe, deren Leistungsfähigkeit die Feuerwehren demonstrieren wollten.

Im Zuge der Ermittlungen müssten jetzt auch Verantwortlichkeiten geklärt werden, sagte Rinke. Die Ermittlungen muss die Polizei bei solch einem Unglück automatisch aufnehmen, eine Anzeige liege nicht vor. Die Schmutzwasserpumpe werde vom Gewerbeaufsichtsamt auf technische Fehler untersucht, sie war sofort von der Polizei beschlagnahmt worden. Es soll sich um das Modell „Chiemsee Mobile Spezialpumpe“ handeln. Diese kann bis zu 2200 Liter Wasser in der Minute fördern und ist extra so konzipiert, dass sie auch stark verschmutztes Wasser bewegt.

Die Mitglieder der Feuerwehren in Edemissen seien sehr betroffen, sagte Gemeindebrandmeister Uwe Starke. Er wollte sich gestern nicht zu dem Unglück äußern. Erst müsse es eine abschließende Untersuchung der Unglücksursache der Polizei geben. Der Zehnjährige wird nach einer Notoperation am Sonntagabend in der Medizinischen Hochschule in Hannover dort weiter behandelt. Den abgerissenen Arm hatten die Mediziner am Unglückstag sofort gekühlt und mit nach Hannover geschickt. Mehr ist über den Gesundheitszustand des Jungen nicht bekannt, Lebensgefahr besteht nicht.

Das Interesse überregionaler Medien war gestern groß. Zahlreiche Journalisten riefen bei Polizei und Feuerwehr in Peine an. Der NDR kam, um Polizei-Sprecher Rinke zu interviewen. Gestern Abend trafen sich Mitglieder der Jugendwehr, die der Vorfall schockiert hat, mit einem Notfallseelsorger. „Das hatte der Geistliche angeboten“, sagte Werner Drieschner von der Gemeinde Edemissen. Ein weiterer Termin sei für heute Abend in Wipshausen geplant.

Von Thorsten Pifan

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