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Jüdische Musik in der Johanneskapelle

Plockhorst Jüdische Musik in der Johanneskapelle

Plockhorst. Regen Zupruch fand das Klezmerkonzert in der Johanneskapelle in Plockhorst. Mit minutenlangem Applaus belohnten die rund 120 Gäste in der rappelvollen Kapelle die hochklassigen Darbietungen.

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Die Gruppe Schalom aus Hannover gab in der Plockhorster Johanneskapelle ein Klezmer-Konzert.

Quelle: hui

Fast ein wenig verloren wirkte Natalja Reznikova mit ihrer Geige vor dem Publikum, das noch mit privaten Schwätzchen beschäftigt war - bis sie ohne ankündigende Worte den Bogen ansetzte und zu spielen begann.

Von der ersten Note an lauschten die Besucher respektvoll und fasziniert. Das Spiel der Geigenvirtuosin, nur begleitet von Naum Nußbaum am Piano, entführte die Musikfreunde in eine Welt voller intensiver Emotionen, aus denen sie erst nach eineinhalb Stunden wieder auftauchen sollten.

Nach zwei melancholischen Stücken zum Auftakt - darunter der Soundtrack aus dem Film „Schindlers Liste“ - klinkten sich Kontrabass und Percussion ein, die den Gesang von André Sitnow begleiteten. Sitnow entpuppte sich auch als genialer Klarinettenspieler, eines der für Klezmermusik prägenden Instrumente.

Mit der Geigerin und dem Pianisten sowie Iulian Mardari am Kontrabass und Regina Pingel an Trommel und Schellenring bildet er die hannoversche Klezmerband Schalom, die das Publikum in ein temperamentvolles musikalisches Wechselbad der Gefühle tauchte, wie es für die von vielen Kulturen beeinflussten Klezmermusik typisch ist.

Trotz der mitreißenden Klänge zeigte sich das Publikum erstaunlich diszipliniert: Nur hier und da wippten ein Knie oder Fuß im Takt. Umso heftiger brach sich die angestaute Energie in lang anhaltenden Beifallsstürmen Bahn, mit denen besonders Natalja Reznikova für ihr ergreifendes Spiel belohnt wurde.

„Für mich ist es eine große Ehre, bei diesen klassisch ausgebildeten Musikern als Laie mitmachen zu dürfen“, sagte Regina Pingel aus Algermissen. Als Mitglied im Peiner Stadtchor war sie über dessen Leiter Naum Nußbaum zu dem seit sieben Jahren existierenden Orchester gestoßen.

„Nicht so mein Stil“, urteilte Simon Pöhler aus Wehnsen. Der Elfjährige hat andere musikalische Vorlieben. „Ich hätte noch stundenlang zuhören können“, sagte hingegen Hannelore Höfs aus Plockhorst.

hui

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