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In der Idylle noch toter als tot

Edemissen In der Idylle noch toter als tot

Edemissen. „Beware of artists! They are the most dangerous“ stand auf dem gelben Koffer, den der hannoversche Autor Wolfram Hänel in die Kreisbücherei in Edemissen mitgebracht hatte: „Hüte dich vor Künstlern, sie sind am gefährlichsten!“ Das galt es zu beweisen, denn zusammen mit seiner Ehefrau Ulrike Gerold las er auf Einladung des Fördervereins LeseLust aus dem gemeinsam verfassten Krimi „Kein Erbarmen“.

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Arndt Schulz lieferte die passenden Melodien.

Quelle: hui

Die gut 50 Zuhörer mussten sich mit Auszügen aus dem Roman jedoch etwas gedulden. Denn vorab schilderten Gerold und Hänel, die auch schon zahlreiche Kinder- und Jugendbücher geschrieben haben, ihren persönlichen Weg hin zum kriminellen Milieu als Autoren. Noch zu Studienzeiten hätten sie die Sjöwall/Wahlöö-Krimis sehr beeindruckt, die mit ihrem sozialkritischen Ansatz ein neues Genre schufen. Auch die alten Krimiserien im Fernsehen, zu denen Arndt Schulz auf der akustischen Gitarre die jeweilige Titelmusik spielte, haben nicht nur Einfluss auf den Krimi der beiden genommen, sondern ließen auch die Zuhörer beim Wiedererkennen kichernd in Erinnerungen schwelgen.

Erst nach weiteren Reminiszenzen, die dank Arndt Schulz als Ex-Gitarrist bei der Rockband Jane auch die hannoversche Rockszene einschlossen, lernten die Besucher Kommissar Tabori und einige seiner Mitstreiter und Gegenspieler aus „Kein Erbarmen“ kennen. Dabei hatten sich die Autoren auch an die Empfehlung ihres Literaturagenten gehalten: Ein Mord ist nicht genug, und es machen auch Maden mit.

„Der Krimi spielt in Hannover, wo wir wohnen, und in Nord-Jütland in Dänemark, wo wir uns auch ganz gut auskennen“, erklärte Ulrike Gerold. Wenn es dort eine Leiche gebe, „dann ist die in solch einer idyllischen Landschaft meistens noch ein bisschen toter als tot!“

„Ich bin positiv überrascht von dieser Art des Vortrags mit Musik, Zitaten, Lesung und Dialogen“, sagte die Vorsitzende des Vereins LeseLust, Christine Altrock - und überreichte den drei Vortragenden Nervennahrung in Form von Schokopralinen.

hui

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