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Im Zehntspeicher ging es gruselig zu

Edemissen Im Zehntspeicher ging es gruselig zu

Edemissen. Unter dem Motto „Gänsehaut im Zehntspeicher“ veranstaltete Leselust, der Förderverein der Kreisbücherei Edemissen, einen Krimi-Abend, bei dem es um Mord und Totschlag und perfide Absichten ging. Mit dem gewünschten Ergebnis: Ab und zu überlief die rund 45 Zuhörer ein Frösteln, sodass sich Nacken- und andere Härchen aufrichteten.

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Anja Schröder (v.l.), Helga Faust und Jennifer Marahrens sorgten im historischen Zehntspeicher für Gänsehaut.

Quelle: im

Die Vereinsmitglieder Anja Schröder, Jennifer Marahrens und Helga Faust stellten ganz unterschiedliche Werke des Genres vor: einen anspruchsvollen Kriminalroman, eine literarische Mischung aus Krimi und Satire sowie eine düster-geheimnisvolle Geschichte um mörderische Absichten. „Ohne sich vorher abzusprechen, ist ein repräsentativer Querschnitt zustande gekommen“, freute sich Leselust-Vorsitzende Christine Altrock.

„Eigentlich lese ich sonst nicht so viele Krimis“, sagte Schröder, „aber die ‚Amerikanische Nacht‘ von Marisha Pessl hat mich einfach angesprungen“. Sie sei sowohl von der Handlung als auch von der Aufmachung des dicken Wälzers mit abgedruckten Briefen, Zeitungsartikeln und Computer-Recherchen fasziniert gewesen. Und dann habe die Buchhändlerin aus Wipshausen noch etwas herausgefunden: „Die Autorin selbst präsentiert ebenfalls heute Abend ihr Buch in Frankfurt, das muss doch ein gutes Omen sein.“

Marahrens, Grundschullehrerin aus Edemissen, hatte bis dato nur Kindern vorgelesen. Aber mit dem von ihr ausgesuchten Krimi „Toter geht’s nicht“ von Dietrich Faber schlug sie auch die erwachsenen Zuhörer schnell in ihren Bann. Der erste Fall von Kriminalhauptkommissar Bröhmann spielt am Vogelsberg, weist das entsprechende Lokalkolorit auf und ist für manchen Lacher gut. Was wiederum für spannende Unterhaltung in der schaurig-schönen Atmosphäre des Zehntspeichers sorgte.

Ein Profi in Sachen Vorlesen ist Helga Faust. Die pensionierte Lehrerin und Mitbegründerin des Vereins hatte schon mehrfach für „Gänsehaut-Gefühle“ gesorgt und auch dieses Mal hatte sie das richtige Gespür mit einer skandinavischen Komponente des Genres.

Aus dem Sammelband „Schieß los! 25 schnelle Krimigeschichten“ pickte die Edemisserin das „Zweite Leben“ heraus, in dem Åke Edwardson von einer verhängnisvollen Beziehung erzählt, die nach mehr als 20 Jahren ein dramatisches Ende nimmt.

bv

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