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Herkules-Staude breitet sichin Eddesser Seewiesen aus

Eddesse Herkules-Staude breitet sichin Eddesser Seewiesen aus

Eddesse. Was ursprünglich schmücken sollte, wird an vielen Orten mittlerweile zum Ärgernis: Die Herkules-Staude kam im 19. Jahrhundert als Zierpflanze aus Russland nach Deutschland. Längst hat sich die Pflanze auch außerhalb von Parks in der Natur ausgebreitet. Weil sie für den Menschen gefährlich ist und heimische Pflanzen verdrängt, wird sie nicht gern gesehen.

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Das Leser-Foto zeigt Herkules-Stauden in den Eddesser Seewiesen.

Quelle: oh

Verärgerte Leser haben nun darauf hingewiesen, dass sich ein größerer Bestand im Naturschutzgebiet Eddesser Seewiesen befindet, gegen den nichts unternommen werde. So breite sich die Pflanze immer weiter aus.

Das bestätigt Elke Kentner, Leiterin der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Peine. Sie würde gern gegen den Bestand bei Eddesse vorgehen, doch mit einer einmaligen Aktion sei nichts gewonnen. „Gegen so ein Vorkommen muss man über Jahre hinweg systematisch und professionell vorgehen, entsprechende Sachkenntnis ist gefragt. Das kostet Geld. Die entsprechenden Mittel habe ich bei der zuständigen Landesbehörde bereits beantragt, sie sind aber bisher nicht bewilligt worden“, sagt Kentner.

Hinzu komme in Eddesse, dass auch Privatgrund betroffen ist. Sobald Mittel zur Verfügung stehen, gelte es, die verschiedenen Grundstückseigentümer ins Boot zu holen, um gemeinsam gut abgestimmt aktiv zu werden. „Einer allein kann gar nichts ausrichten“, macht Kentner deutlich.

Die Bekämpfung der Herkules-Staude dauere Jahre, und die Bestände seien nur sehr schwer endgültig zu vernichten, erklärt sie. Mit dem einmaligen Mähen ausgewachsener, blühender Pflanzen, die vor allem jetzt im Sommer besonders ins Auge fallen, sei zum Beispiel überhaupt nichts zu erreichen.

Eine rechtliche Handhabe gegen Grundstücksbesitzer, auf deren Eigentum die Pflanze gedeiht, gebe es nicht. „Kommunen schreiten in der Regel nur ein, wenn die Pflanze an besonders frequentierten Stellen wie Spielplätzen oder Radwegen wächst“, erklärt Kentner, die verstehen kann, wenn sich Bürger beschweren.

„Die Herkules-Staude ist im Landkreis Peine insgesamt recht weit verbreitet und kann nicht überall bekämpft werden“, macht Kentner deutlich.

Aktiv ist der Landkreis bereits auf kreiseigenen Flächen im Naturschutzgebiet Lengeder Teiche und an der Lauenthaler Mühle.

wos

INFO - Die Herkules-Staude:

In Europa und Nordamerika ist der Riesen-Bärenklau, gemeinhin eher als Herkules-Staude bekannt, eine durch Menschen eingeführte Pflanze, die auf natürlichem Wege diese Lebensräume nicht erreicht hätte. Die zwei- bis mehrjährige Pflanze stammt ursprünglich aus dem Kaukasus. Sie bildet Substanzen, die in Verbindung mit Sonnenlicht phototoxisch wirken.

Berührungen in Verbindung mit Tageslicht können bei Menschen und anderen Säugetieren zu schmerzhaften Quaddeln und Blasen bildenden, schwer heilenden „Verbrennungserscheinungen“, führen. Es wird deshalb dringend empfohlen, beim Umgang mit der Pflanze vollständige Schutzkleidung zu tragen, zu der auch ein Gesichtsschutz gehört. Die Bekämpfung sollte man unbedingt Fachleuten überlassen.

wos

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