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Hauptschule Edemissen: Zukunft für Praxisklassen

Edemissen Hauptschule Edemissen: Zukunft für Praxisklassen

Edemissen. Gute Nachrichten für die Mühlenberg-Hauptschule Edemissen: Laut Empfehlung des Kreisausschusses für Bildung, Kultur und Sport gibt es für die Praxisklasse eine Zukunft bis 2017/18. Der Ausschuss hat in seiner gestrigen Sitzung einer entsprechenden Beschlussvorlage einstimmig zugestimmt und empfiehlt damit dem Kreistag, Geld zur Verfügung zu stellen.

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Die derzeitige Praxisklasse zu Beginn des laufenden Schuljahres. Nach den Sommerferien soll es eine neue Klasse geben.

Quelle: kn

Seit 2006 gibt es an der Mühlenberg-Hauptschule in Edemissen so genannte Praxisklassen, in denen junge Menschen zum Hauptschulabschluss geführt werden, die ihn sonst wohl nicht bekommen würden. Was als zeitlich befristetes Projekt begann, hat sich längst bewährt, und die Schule will das Angebot sehr gern aufrecht erhalten. Problem dabei: Die Finanzierung.

Zum Ende des Schuljahres läuft die bisherige Förderung durch die Agentur für Arbeit aus, die in den vergangenen Jahren einen Teil der Kosten getragen hat. Für den Rest kommt derzeit der Landkreis auf. Doch seitens der Agentur für Arbeit wurde eine neue Fördermöglichkeit angeboten. Die so genannte Berufseinstiegsbegleitung betreut Schüler ab dem achten Schuljahrgang und wird nach dem Ende der Schulzeit nach Klasse neun noch zwei Jahre weitergeführt - insgesamt wird jeder Schüler also vier Jahre lang begleitet. Das ist laut Berthold Fritsch, dem Leiter der Mühlenberg-Hauptschule, eine Verbesserung: Bisher endet die Förderung mit dem Verlassen der Schule.

Vorgesehen ist ein Förderzeitraum von insgesamt sechs Jahren. In den ersten drei Jahren wird jeweils eine Klasse mit bis zu 20 Schülern eingerichtet, die dann entsprechend jeweils vier Jahre begleitet werden.

Knackpunkt für den Landkreis: Er muss sich bereit erklären, die Hälfte der Kosten von insgesamt etwa 720000 Euro zu übernehmen. Für den Kreis wären das also 360000 Euro auf sechs Jahre verteilt. Die Summe ergibt sich aus dem Gehalt von 60000 Euro für einen Vollzeit-Sozialpädagogen pro betreutem Jahrgang und Schuljahr.

wos

Die Chance des besonderen Angebots wird von den meisten genutzt

Edemissen. Seit 2007 gibt es an der Mühlenberg-Hauptschule in Edemissen so genannte Praxisklassen. Aufgenommen werden Schüler aus der Stadt und dem gesamten Landkreis, deren Hauptschulabschluss gefährdet ist, wo aber noch Potential gesehen wird. Sie kommen zu Beginn der achten Klasse und werden zwei Jahre lang intensiv begleitet. Die Schüler werden an drei Tagen pro Woche fächerübergreifend in Projekten an der Schule unterrichtet. An den anderen beiden Tagen absolvieren sie ein betreutes Betriebspraktikum.

„Schüler erhalten in der Praxisklasse die Chance, auf einem etwas anderen Weg einen Schulabschluss zu erlangen und erfolgreich in den Beruf zu starten. Ihnen soll die Möglichkeit gegeben werden, alte Verhaltensschemata abzulegen und durch individuelle Förderungen die notwendige soziale und berufliche Reife zu erlangen, die in einer Berufsausbildung erwartet wird“, heißt es in der Beschlussvorlage des Kreisausschusses für Bildung, Kultur und Sport.

Im Moment betreut der Sozialpädagoge Torsten Koch als Berufsstart-Begleiter die Schüler. Er wird je zur Hälfte vom Kreis und von der Agentur für Arbeit bezahlt. Die Lehrerstunden steuert die Schule bei. Auch das ist nicht ganz einfach: „Die Schülerzahlen lassen eigentlich nur zwei Klassen für den derzeitigen neunten Jahrgang zu, mit der Praxisklasse gibt es aber drei Schulklassen“, sagt Schulleiter Berthold Fritsch. Von 2007 bis 2010 wurde jedes Jahr eine Praxisklasse eingerichtet.

Die Ergebnisse der bisherigen Praxisklassen sprechen eine klare Sprache: Im Juli 2008 bekamen 16 von 19 teilnehmenden Schülern einen Hauptschulabschluss, 2009 waren es 14 von 17 und 2010 schafften 15 von 18 Schülern ihren Abschluss. In diesem Jahr wird das Niveau voraussichtlich ähnlich sein.

Gut abgeschnitten hatte der Landkreis Peine bei einer Studie der Bertelsmann-Stiftung, die der Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss auf den Grund gegangen ist – im Kreishaus wurde das auch als Erfolg der Praxisklassen an der Mühlenberg-Hauptschule gewertet.

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