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Hauptschüler probten den Alltag als Eltern

Edemissen Hauptschüler probten den Alltag als Eltern

Edemissen. Acht Zehntklässler der Mühlenbergschule absolvierten jetzt ein freiwilliges Elternpraktikum. Nach Einweisung durch Caritas-Mitarbeiterin Margret Borsum übernahmen die Hauptschüler zwei Tage und Nächte lang die Verantwortung für je einen mit stimmgewaltigen Säuglingsreaktionen programmierten Babysimulator.

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Glückliche „Eltern“: Die Schüler aus Edemissen bekamen für zwei Tage und Nächte Babysimulatoren.Foto: oh

Nach Aktivieren des Simulationsmodus begann das Hineinschnuppern in den aufregenden Alltag frisch gebackener Eltern für die ersten Teilnehmer postwendend mit den ersten Krächzern. Dabei gestaltete es sich für die Ungeübten zunächst recht schwierig, den Tonfall ihres „Babys“ einzuordnen.

„Den Teilnehmern bleiben nur zwei Minuten, die richtige Reaktion anzuwenden, um ihrem Schützling ein erleichtertes Seufzen zu entlocken“, berichtet Borsum. „Im Abschlussgespräch besprechen wir die Aufzeichnungen zur Art der Versorgung, grober Behandlung sowie korrekter Kopfstütze“, erklärt die Mitarbeiterin der Schwangeren- und Familienberatung.

Eine besonders kurze Nacht verbrachte ein sichtbar zerknitterter Lukas Kustin: „Meine Puppe hat überhaupt nicht auf meine Versuche reagiert. Sie hat bis 4 Uhr morgens immer wieder geweint.“ Keine unangenehmen Überraschungen mit der eingebauten Hardware erlebte Darius Piepke: „Ich habe meinen Schlaf einfach nach dem Simulator gerichtet. Bei allen drei Schreien bin ich zwar sofort aufgewacht. Doch prompt und richtig zu reagieren, das war gar nicht so einfach. Ich habe aber alles rechtzeitig erledigt.“

Kathleen Lange kam mit ihrem ständigen Begleiter auch in der Öffentlichkeit gut zurecht. „Wir haben schon gemerkt, dass die Passanten in der Fußgängerzone über uns sprachen. Aufregend war, als ein rücksichtsvoller Busfahrer mit der Abfahrt wartete, bis ich mein ,Baby‘ versorgt hatte. Nachts hätte ich mir allerdings ein wesentlich ruhigeres Kind gewünscht.“

Klassenlehrer Henning Kleinert zeigte sich beeindruckt: „Wir werden das Elternpraktikum ins jährliche Schulprogramm aufnehmen.“ Und aller Entsagungen zum Trotz ist den Teenagern die Lust an der Familiengründung nicht abhanden gekommen…

ale

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