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Hans-Jürgen Vogel ist seit 20 Jahren Schiedsmann in der Gemeinde Edemissen

Edemissen Hans-Jürgen Vogel ist seit 20 Jahren Schiedsmann in der Gemeinde Edemissen

„Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt!“ Was schon Friedrich Schiller wusste und im „Wilhelm Tell“ auf den Punkt brachte, hat Hans-Jürgen Vogel unzählige Male selbst erlebt: Er ist seit 20 Jahren Schiedsmann der Gemeinde Edemissen. Seine Aufgabe ist es, Nachbarschaftsstreitigkeiten zu schlichten.

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Edemissens Schiedsmann Hans-Jürgen Vogel (Mitte) mit Bürgermeister Frank Bertram (links) und Johannes Winkler von der Verwaltung, der Vogel betreut.

Quelle: wos

Edemissen. „Ich soll schlichten, nicht Recht sprechen“, stellt der 73-Jährige klar. Dabei sei es ganz wichtig, unparteiisch zu bleiben. „Das fällt nicht immer leicht“, weiß er aus seiner zwei Jahrzehnte langen Erfahrung, zu der noch fünf weitere Jahre hinzukommen: „Eine Amtszeit mache ich noch, aber dann höre ich auf“, sagt er. 

1991 wurde ein Schiedsmann für die Gemeinde Edemissen gesucht. „Da hat eines Tages Friedel Giere, der damalige Ortsbürgermeister von Abbensen, bei mir angeklopft und gefragt, ob ich mir das nicht vorstellen kann“, erinnert sich Vogel. Nach einigem Überlegen und dem Zureden durch seine Frau habe er zugesagt.

Juristische Vorkenntnisse habe der Landwirt nur insofern gehabt, als dass sein Großvater und sein Schwiegervater Juristen waren und er sich für deren Arbeit interessierte. Viel wichtiger seien Geduld, Fingerspitzengefühl und Menschenkenntnis. „Mittlerweile habe ich mir aus meiner Erfahrung heraus Strategien entwickelt, wie ich  mit bestimmten Menschen oder Situationen umgehe“, erklärt der Schiedsmann.

Angesprochen werde er quasi überall und zu jeder Tageszeit. Ständige Streitthemen seien die berühmten Sträucher, Bäume und Hecken, die über die Grundstücksgrenze wachsen. Aber auch Hundegebell und Konflikte zwischen  Mieter und Vermieter seien häufig. In den allermeisten Fällen könne er eine Einigung erwirken. „Sonst würde mir die Sache auch keinen Spaß machen“, gibt er zu bedenken. Als Erfolg verbuche er immer, wenn die „Gegner“ zunächst nicht miteinander reden und dann schließlich gemeinsam im Auto nach Hause fahren.

Der Weg dorthin ist jedoch nicht immer leicht. „Ich höre mir immer beide Seiten an und versuche, Vereinbarungen zu treffen, mit denen alle leben können. Ich überprüfe dann auch, ob diese Absprachen, die schriftlich festgehalten und von allen Beteiligten unterschrieben werden, eingehalten werden“, versichert er. Häufig sei er in den 14 Dörfern der Gemeinde unterwegs.

Die Zahl der zu schlichtenden Fälle hat sich während der 20 „Dienstjahre“ deutlich erhöht. Anfangs habe es zwei bis drei Fälle im Jahr gegeben, mittlerweile seien es bis zu zehn im Monat. Vieles ließe sich aber „zwischen Tür und Angel“ klären.

wos

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