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Haiti-Hilfe aus Berkhöpen: Die Flieger geben alles

Edemissen-Berkhöpen Haiti-Hilfe aus Berkhöpen: Die Flieger geben alles

Der Mann ist britischer Pilot und er hat verdammt viel gesehen in seinem Leben: Er flog für die Royal Airforce, später im friedlichen Auftrag für die „Mission Aviation Fellowship“, ein weltweit operierendes christliches Hilfswerk. Keith Jones ist Chef des deutschen Zweiges dieser Organisation. Sein Büro steht in Berkhöpen, seine Mitarbeiter kämpfen in Haiti gegen Not und Elend.

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Umladen auf dem Flugplatz von Port-au-Prince auf Haiti: Mit ihren kleineren Maschinen erreichen die Helfer der „Mission“ auch die Menschen in den umliegenden Gebieten der Hauptstadt.

Edemissen-Berkhöpen . Ihr Auftrag: Menschen helfen, die durch Katastrophen alles verloren haben. Ihr Einsatzgebiet: die ganze Welt. Ihr Motiv: christliche Nächstenliebe. Von einem kleinen Büro in Berkhöpen aus organisiert das Hilfswerk „Mission Aviation Fellowship“ seine Einsätze. Der 64-jährige Keith Jones ist Chef der Deutschland-Einheit, unterstützt wird er von der 42-jährigen Claudia Hintzen aus Edemissen.

Die „Mission Aviation Fellowship“ hat seit 1986 einen Stützpunkt auf Haiti – und gleich mehrere unschätzbare Vorteile gegenüber den „großen“ Hilfsorganisationen und den zur Unterstützung gerufenen Armeen dieser Welt: „Wir kennen das Land, die Kultur, die Sprache der Menschen“, erzählt Jones im PAZ-Gespräch. „Und wir haben die kleinen Maschinen, mit denen wir auf den 16 Pisten außerhalb der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince starten und landen können. Die Menschen brauchen uns.“

Mit drei Kodiac-Propellerflugzeugen sind die Helfer der christlichen Fliegergemeinschaft auf Haiti unterwegs, laden auf dem Flughafen der Hauptstadt Medikamente, Nahrung, Wasser und verletzte Passagiere ein und bringen alles ins unwegsame Umland der zur Hälfte vom Erdbeben zerstörten Karibik-Insel Hispaniola. „Well“, sagt der 64-Jährige auf die Frage, wie es seinen Leuten auf Haiti geht, „well, wir haben einen verloren.“ Drei Mitarbeiter gelten als vermisst, die Piloten geben alles.

Trotzdem oder gerade deshalb steigen Tag für Tag die kleinen, aber wendigen und leistungsstarken Maschinen der „Mission“ auf, um den Menschen in ihrer Not zu helfen. „Wir haben hochqualifizierte Piloten und Techniker“, sagt Jones, „unsere seit langem gewachsenen Kontakte im Land sind bei der Unterstützung der internationalen Hilfsorganisationen eine unbezahlbare Hilfe.“ Apropos unbezahlbar: Die „Mission“ finanziert sich ausschließlich aus Spenden, nur das Büro in Berkhöpen muss davon bezahlt werden.

„Wir haben zwei Spendentöpfe“, sagt Jones, „der eine ist absolut zweckgebunden, was hier an Geld für Haiti reinkommt, geht auch für Haiti wieder raus. Der andere ist zur Unterstützung der Organisation bestimmt.“ Jones war 13 Jahre lang Chef der „Mission“ in England, er steigerte das Spendenaufkommen von zwei auf acht Millionen Euro. 130 Flugzeuge sind weltweit im Einsatz, die Helfer und Piloten arbeiten alle ehrenamtlich.

Spendenkonto: Kreissparkasse Peine, Bankleitzahl 25250001, Kontonummer 14256044, Stichwort „Mission Aviation Fellowship“.

Michael Schröder

Stichwort

„Mission“

Die „Mission Aviation Fellowship“ ist ein internationaler, humanitärer nicht kommerzieller Flugdienst, der nach dem Zweiten Weltkrieg von Ex-Militärpiloten aus den Ländern England, USA und Australien gegründet wurde. Die inzwischen mehr als 1000 Mitarbeiter sind Christen aus verschiedenen Konfessionen, deren gemeinsames Motiv die Nächstenliebe ist.

Mehr als 36000 Hilfseinsätze werden jedes Jahr von den etwa 130 „Mission“-Flugzeugen weltweit geflogen. Die Piloten und Mechaniker bekommen für ihre Arbeit keine Gehälter, sondern werden von persönlichen Freundeskreisen finanziert.
Der deutsche Zweig von „Mission“ wurde im Dezember 1991 gegründet und ist seit 2006 Teil von „Mission“-International.

Nach dem anfänglichen Chaos in Haiti ist die Katastrophenhilfe von „Mission“ in vollem Gang. Gemeinsam mit anderen versorgt „Mission“ durch den Transport von Lebensmitteln und Wasser, medizinischer Versorgung und Wasserreinigungssystemen die von der Katastrophe betroffenen Menschen.

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