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Gutes Futter, reichlich Bewegung

Edemissen-Abbensen Gutes Futter, reichlich Bewegung

Abbensen. In der Pferdezucht kann man mit der Wahl des Hengstes, der Ernährung der tragenden und später der säugenden Mutterstute und der Zufütterung des Fohlens wichtige Grundsteine für die gesunde Entwicklung des Pferdenachwuchses legen.

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Auf dem Gelände in Abbensen dreht sich alles um Pferde.

Das weiß auch Dagmar Meyer von der gleichnamigen Hannoveraner-Pferdezucht mit Grünlandwirtschaft in Abbensen: „Alles, was wir Pferdezüchter im ersten Jahr verpassen, kann das Pferd in seinem Leben nicht mehr aufholen.“

Dagmar Meyer hat vor der Ausbildung zur Pferdewirtschaftsmeisterin Biologie und Chemie studiert, kennt daher die Inhaltsstoffe der Futtermittel sehr genau. Jedes Pferd bekommt seine individuell berechnete Ration, auf Fertigfutter verzichtet der Betrieb. Aber nicht nur die möglichst ursprüngliche Fütterung macht sich bezahlt, auch die Haltungsform trägt zur Gesundheit der Pferde bei.

„Bei uns steht die Bewegung der Tiere an erster Stelle. Bereits am dritten Lebenstag dürfen die Fohlen in der Reithalle laufen, kurze Zeit später geht es zusammen mit den anderen Mutterstuten und Fohlen auf die Weide“, berichtet die 69-Jährige. Nur so können die Pferdekinder Knochen, Muskeln und Sehnen trainieren, um später ein gesundes Reitpferd zu werden.

Die Geburten finden in geräumigen Abfohlboxen statt. Heute sorgen eine Videokamera und ein Wächtomat, der auf die erhöhte Körpertemperatur der Stute in den Wehen reagiert, für Sicherheit. Das war nicht immer so. Dagmar Meyer blickt zurück: „Wir haben eine Box mit Fenster und kleiner Kammer. Früher haben wir dort übernachtet und das Pferd durch die Öffnung beobachtet.“

Nach etwa sechs Monaten werden die Pferdekinder von ihren Müttern getrennt. Von da an leben sie in Kleingruppen in Laufboxen, im Sommer geht es zusammen auf die Jungtierweide. „Von Anfang an legen wir Wert auf Menschenkontakt. Das macht die spätere Ausbildung einfacher.“ So werden die Jungpferde zum Fressen angebunden und schon die kleinen Fohlen werden mit dem Halfter auf die Weide geführt.

Die gesamte Ausbildung der Pferde findet auf dem Hof der Familie Meyer statt. Eine Bereiterin trainiert die Jungpferde. „Leider ist der Absatz sorgfältig gezüchteter und gut ausgebildeter Pferde sehr schwierig geworden“, gibt Dagmar Meyer zu. Die Gründe sind vielfältig. So spielen die Qualität und die Ausbildung des Pferdes bei vielen Reitern heute nur noch eine untergeordnete Rolle. Reiten sei zum Breitensport avanciert, der sportliche und ehrgeizige Gedanke lasse nach.

taw

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