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Grimme-Preis für Ex-Edemisser Jörg Haaßengier

Edemissen Grimme-Preis für Ex-Edemisser Jörg Haaßengier

Edemissen. Wenn das keine Sensation ist: Der zum Teil in Peine mit dem Vöhrumer Hubert Klinke gedrehte Film des aus Edemissen stammenden Regisseurs Jörg Haaßengier erhält einen Grimme-Preis in der Kategorie „Information und Kultur“.

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Die Regisseure Jürgen Brügger (r.) und Jörg Haaßengier (2.v.r.) 2012 mit Kameramann bei Filmaufnahmen mit Hubert Klinke für „Vom Ordnen der Dinge“.

Haaßengier zeichnet gemeinsam mit Jürgen Brügger für Buch und Regie verantwortlich. Prämiert wurde der Film „Vom Ordnen der Dinge“. Der Streifen wurde von der Produktionsfirma Filmtank für ZDF und Arte erstellt.

„Als ich davon erfuhr, dass wir zu den Preisträgern gehören, konnte ich es kaum fassen“, sagte Haaßengier gestern im Gespräch mit der PAZ. „Wir haben auf dem Schulhof immer gesagt: ,Das ist aber Grimme-Preis-verdächtig‘, wenn jemand etwas ganz Schlaues gesagt hat.“

Das Gefühl, für den Preis nominiert zu sein, kennt Haaßengier bereits, denn im vergangenen Jahr war sein Streifen „Angstwald“ für den Grimme-Preis vorgeschlagen. „Darin geht es um Roma-Kinder, die in einem Wald spielen“, erklärte der 43-Jährige, der in Edemissen aufwuchs und in Peine das Ratsgymnasium besuchte. Seinerzeit gingen Brügger und Haaßengier leer aus. „Deshalb haben wir uns mit dem aktuellen Werk nicht so viele Hoffnungen gemacht“, sagte er.

Die Suche nach Ordnung ist das Thema des Episoden-Dokumentarfilms. „Dabei steht Ordnung nicht nur für ein aufgeräumtes Zimmer, sondern es entfaltet sich im Verlauf des Films ein ganzer Kosmos rund um das Ordnen, Sortieren und Systematisieren“, heißt es in der Beschreibung. Mitten drin agiert der Vöhrumer Hubert Klinke, der ein Faible für Statistiken hat. Er zählt unter anderem auf dem Peiner Schützenplatz, wo ein Teil des Films gedreht wurde, wie viele Autos vorwärts und wie viele rückwärts einparken.

Hubert Klinke lernte Haaßengier kennen, als dieser einen Film über die Hukl-Bühne drehte. „Das war mein zweites Filmprojekt überhaupt“, erinnerte sich der Regisseur. Es sei entstanden, als Haaßengier noch an der Kunsthochschule für Medien in Köln studierte.

Protagonist Klinke ist gestern am frühen Nachmittag von Haaßengier selbst informiert worden, dass der Streifen „Vom Ordnen der Dinge“ prämiert worden ist. „Ich war total begeistert“, sagte Klinke und erinnerte sich gleich an die Dreharbeiten, als das Team um Haaßengier ihn ein paar Tage begleitet habe.

Dabei sei „Vom Ordnen der Dinge“ gar kein Film über Dinge, heißt es in der Begründung der Jury. „Er ist trotz aller Vorsicht und Distanz der vielschichtige Einblick in eine zutiefst menschliche Sehnsucht, die Welt und sich selbst zu erfassen, zu beherrschen, zu begreifen“, so die Juroren.

Aktuell arbeiten Brügger und Haaßengier an einem Film über Katastrophen und Katastrophenschutz - auch wieder für die Produktionsfirma Filmtank. „Dabei begleiten wir sehr umfangreiche Übungen mit mehreren Tausend Beteiligten“, sagte der 43-Jährige, der sich nun auf die Verleihung des Preises freut, die am 8. April in Marl stattfinden wird.

pif, wos

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