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Graben und Gießen nach Herzenslust

Edemissen Graben und Gießen nach Herzenslust

Oelheim. Wenn einer der momentan 15 Demenzpatienten im DRK-Seniorenzentrum in Oelheim plötzlich Lust auf Gartenarbeit verspüren würde, könnte er jetzt ungehindert den neu angelegten Beschützten Garten aufsuchen, zu Schaufel und Gießkanne greifen und im Beet arbeiten.

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Wally Bieberstein und Erich Lowke sind zwar keine Bewohner der Demenzstation, finden aber die Hochbeete auch sehr bequem zu bearbeiten.

Quelle: hui

Freilich ist der von einem Architekten speziell für Demenzkranke konzipierte Garten nicht mit einem üblichen Hausgarten vergleichbar: Die beiden Beete sind höher gelegt, so dass man sich nicht zu bücken braucht, und Rollstuhlfahrer können sie bequem unterfahren. Außerdem gibt es schattige Sitzplätze unter großen Bäumen zum Sitzen und Ausruhen. Ein gravierender Unterschied zum Hausgarten ist der rundum verlaufende Zaun, damit keiner der Patienten unversehens verloren gehen kann.

„Dieser Garten ist sozusagen das i-Tüpfelchen für unseren völlig neu gestalteten Wohnbereich für Schwerstdemente“ sagte Christina Brandes, die Leiterin des Seniorenzentrums gestern bei der Eröffnung. Das Pflanzen, Säen, Ernten und Arbeiten wie Laubharken oder Schneeschippen gäben den Demenzkranken eine gute Orientierung für die Jahreszeiten. Das sei ähnlich dem Tischdecken und Brötchenbacken in der Dementen-Wohngruppe. Da wird über den Brötchenduft die Frühstückszeit signalisiert.

„Seit genau 60 Jahren betreiben wir an diesem Standort das Seniorenheim“, sagte Bernhard Liechti, Geschäftsführer des DRK-Keisverbands. Zu der Anlage gehört auch der 19 000 Quadratmeter große Park, von dem ein Teil jetzt als Beschützter Garten umgestaltet wurde. Die weniger mobilen Patienten können hier in ihren Liegerollstühlen im Schatten das Gartenleben genießen und dabei Sonne und Wind spüren.

80 000 Euro hat die Anlage des Gartens mit den beiden Hochbeeten, der großzügigen überdachten Sitzecke und dem leise plätschernden Quellstein gekostet. 30 000 Euro habe die Glücksspirale dem Projekt zugeschossen, berichtete Liechti. „Und die örtlichen Vereine haben auch alle sehr viel dafür gespendet“, ergänzte Brandes.

hui

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