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Goethe-Abend: Bewegtes Leben im Zeitraffer

Edemissen Goethe-Abend: Bewegtes Leben im Zeitraffer

Edemissen. Johann Wolfgang von Goethe ist einer der berühmtesten und genialsten Deutschen aller Zeiten. Sein Werk ist unüberschaubar. Einen Ausschnitt daraus präsentierte jetzt PAZ-Kolumnist Gerhard Gieseking vom Kultur-Team des Heimat- und Archivvereins Edemissen. Unterstützt würde er diesmal von Dr. Ute Heinemann und Marlies Havekost.

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Im Wipperhof: Gerhard Gieseking, Dr. Ute Heinemann (links) und Marlies Havekost stellten ausgewählte Lyrik des Genies vor.

Quelle: wos

„Kann man einem solchen Mann an einem Abend gerecht werden?“ Diese Frage habe er sich zuvor natürlich gestellt, gibt Gieseking zu. Das Gesamtwerk zu berücksichtigen, sei schlicht unmöglich, und so habe er sich dem großen Universalgelehrten unter dem Thema „Goethe und die Frauen“ genähert. Und da Giesekings Leidenschaft nun mal Gedichte sind, stand Goethes Lyrik im Mittelpunkt des Abends. Aber selbst das ist angesichts von fast 3000 Gedichten eine echte Herausforderung.

„Ich habe mich entschieden, einige ausgewählte Gedichte in die Chronologie von Goethes Lebenslauf einzubinden“, erklärte der ehemalige Lehrer das Vorgehen. Los ging es schon im Kindesalter: Die ersten durchaus schon verblüffend anspruchsvollen gereimten Verse im Alter von acht Jahren hatte der kleine Johann Wolfgang seinen hochverehrten Großeltern widmet.

Für die Pause hatte das Küchenteam mit Ilse Bartels, Edith Gieseking, Ingrid Lüben, Gertrud Eisenberger und Inge Meinecke für die 120 Gäste im Wipperhof einen Imbiss gezaubert. Danach war unter anderem zu erfahren, dass Goethe ein überaus empfindsamer Mensch war. Er hat viele Frauen hingebungsvoll geliebt - aber die allermeisten nur platonisch auf einer geistigen Ebene. Viele dieser Schwärmereien hat er in Gedichten wie dem berühmten „Heidenröslein“ (siehe rechts) festgehalten. Aber wenn es zu konkret wurde, hat er in der Regel reißaus genommen. Das änderte sich erst mit Christiane Vulpius, mit der er viele Jahre seines Lebens teilte und fünf Kinder hatte. Ihr Tod traf ihn sehr, und in den letzten Jahren wurde es recht still um den großen Dichter, der lange Zeit im Zentrum des geistigen Lebens gestanden hatte.

Nach dem rhetorisch geschickt formulierten Ende des Vortrags herrschte noch ein Moment bewegtes Schweigen, bevor begeisterter Applaus für einen überaus gelungenen Abend belohnte.

wos

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