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Flüchtlingsschicksale berührten Schüler

Edemissen Flüchtlingsschicksale berührten Schüler

Edemissen. Mit einer Projektwoche unter dem Motto „Interkulturelle Schule - Wir sind Kinder einer Welt!“ startete die Edemisser Mühlenbergschule-Hauptschule ins zweite Schulhalbjahr. Alle Jahrgänge beleuchteten das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Dennoch stand unweigerlich das aktuelle Tagesthema „Flüchtlinge“ stets im Mittelpunkt aller Überlegungen.

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„Wir sind Kinder einer Welt“: In der Projektwoche näherten sich Mühlenbergschüler dem Thema „Flüchtlinge“.

Quelle: oh

Jetzt präsentierten die Schüler nun einander ihre erarbeiteten Ergebnisse.

Zum Auftakt begrüßten die Fünft- und Sechstklässler die Mitschüler sowie das Kollegium mit der an ihrer Schule vertretenen Sprachen - samt kulturtypischer Gesten. Amer und Saber Jalal Khedar trugen dabei mutig ohne Instrumente zwei kurdische Volkslieder vor.

Die mittleren Jahrgänge berichteten über die schrecklichen Erlebnisse einzelner Flüchtlinge, sowie die Missstände, die sie erst zur gefährlichen Flucht zwangen. Ergänzt um recherchiertes, statistisches Zahlenwerk sowie juristische Grundlagen.

Pascal Feilhaber resümierte resigniert: „Es ist richtig mies, sich als Flüchtling durchschlagen zu müssen.“ Zwar hatte sich der 14-jährige zuvor schon grundsätzlich mit dem Thema auseinandergesetzt. Das tatsächliche Ausmaß individueller Katastrophen der Fluchtumstände hätten ihm aber erst die Detailschilderungen Betroffener in voller Wucht vor Augen geführt: „Flüchtlinge sind mehrere Monate unterwegs, dazu noch überwiegend zu Fuß. Sie müssen wildfremden Menschen vertrauen und finden sich mitunter zu Straftaten gezwungen. Etwa, einen gefälschten Pass zu kaufen, um überhaupt weiter zu kommen“, bedauert der Mödesser. Besonders berührt hat ihn die Horrorvision, unvorbereitet nur wenige Minuten Zeit zu besitzen, wichtige Dinge auswählen und einpacken zu können, um Familie wie Freunde ohne Abschied und Hoffnung auf Wiedersehen zurückzulassen.

Sabine Hiete, Klassenlehrerin der 9a, berichtete vom Besuch zweier Flüchtlinge, die in Begleitung der Caritas-Mitarbeiterin Iris Stuke offen Rede und Antwort standen. „Die Klasse hatte bereits im Vorfeld einen Fragenkatalog erarbeitet. So entwickelte sich rasch ein reger Austausch. Dabei konnte ich die zunehmende Ergriffenheit der Schüler beobachten, nachdem sie von den für uns nicht vorstellbaren Qualen in den Kriegsgebieten sowie den Anstrengungen und Ängsten der Flucht erfuhren“, so Hiete.

Zum Abschluss nahmen sich Schüler und Lehrer bei der Hand und sangen „We Are The World“. Schulsozialarbeiter Michael Riefe lobte neben den engagierten Beiträgen besonders den dem Thema angemessenen Ernst des Plenums. Schulleiterin Yasemin Cirakbel pflichtet ihm bei: „Das war eine rundum gelungene Projektwoche.“

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