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Flüchtlinge: Integriert per Praktika

Edemissen Flüchtlinge: Integriert per Praktika

Edemissen. Mehr als eine Million Flüchtlinge kamen im vergangenen Jahr nach Deutschland und wurden auf die Kommunen verteilt. In Edemissen kümmert sich ein Runder Tisch darum, dass die dortigen Neubürger möglichst gut integriert werden. Über dessen Arbeit berichtet die PAZ in einer Serie.

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Ali Al Hamad (oben, rechts) macht seit einigen Wochen ein Praktikum in der Autowerkstatt von Denis Urban.

Unter dem Dach des Runden Tisches haben sich vier Arbeitsgruppen gebildet. Die jüngste davon ist die Gruppe Ausbildung/Arbeitsmarkt. „Insgesamt fünf Ehrenamtliche haben es sich zum Ziel gesetzt, den Flüchtlingen dabei zu helfen, einen ersten Fuß in die Tür zum deutschen Arbeitsmarkt zu bekommen“, sagt Verona Reineck-Böhme, die diese Gruppe koordiniert.

Am Anfang steht oft ein Praktikum. Nach Möglichkeit würde auf die Neigungen und Fähigkeiten der zu Vermittelnden Rücksicht genommen, die teilweise in ihren Heimatländern qualifizierte Ausbildungen durchlaufen haben. „Es ist natürlich für alle Beteiligten optimal, wenn man daran anknüpfen kann. Aber leider ist das nicht immer möglich“, sagt Reineck-Böhme.

Dennoch würden die ausländischen Praktikanten diese Möglichkeit sehr gern in Anspruch nehmen. „Sie bekommen etwas zu tun und gewöhnen sich nach teils jahrelanger Flucht wieder an einen geregelten Tagesablauf. Zudem lernen sie den Arbeitsalltag in deutschen Unternehmen kennen. Und nicht zu vergessen: Sie haben die Chance, mit Muttersprachlern Deutsch zu sprechen. Die meisten machen während ihrer Praktikumszeit enorme Fortschritte beim Lernen unserer Sprache“, hat Reineck-Böhme beobachtet.

„Den Betrieben ist es hoch anzurechnen, wenn sie Praktikanten bei sich aufnehmen. Oft sind es kleine Unternehmen, die viel Energie dafür investieren“, lobt Reineck-Böhme, die unter anderem eng mit dem Arbeitskreis Selbstständiger Edemissen zusammenarbeitet.

Die Betriebe werden so weit möglich während der Praktika begleitet und es wird andererseits auch darauf geachtet, dass die neuen Kollegen nicht als billige Arbeitskräfte missbraucht werden. Das sei bislang aber nicht vorgekommen.

Insbesondere bei den sehr jungen Migranten sei ein Praktikum, bei dem sie sich bewähren, mit Glück und entsprechendem persönlichen Einsatz der Weg in die Ausbildung. „Aber es gibt natürlich auch Rückschläge“, gibt Reneck-Böhme zu.

Auch die Vermittlung ihrer Schützlinge in andere Maßnahmen und Sprachkurse habe sich die Arbeitsgruppe zur Aufgabe gesetzt. Ganz großes Ziel sei es, dass sie irgendwann im „normalen“ Arbeitsmarkt Fuß fassen können.

Arbeitgeber, die Praktika anbieten möchten, können sich bei bei der Flüchtlingssozialarbeiterin Yildiz Denis (05176/18812) oder beim Koordinator des Runden Tisches, Werner Ensberg (05176/923031), melden.

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