Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Fissenberg: Einst Steinbruch für zahlreiche Bauwerke der Gegend

Edemissen-Eddesse Fissenberg: Einst Steinbruch für zahlreiche Bauwerke der Gegend

Eddesse. Die PAZ veröffentlicht in enger Zusammenarbeit mit den Ortsheimatpflegern Beiträge zur Geschichte der Gemeinde Edemissen. Der heutige Beitrag stammt von Adelheid Schmidt aus Eddesse und beschäftigt sich mit dem Fissenberg.

Voriger Artikel
Die Kita-Gebühren werden erhöht
Nächster Artikel
Gefährliches Überholmanöver auf B 444

Das Celler Schloss wurde mit Eddesser Fissenbergsteinen erbaut.

Quelle: oh

Der Fissenberg, eine in der Feldmark zwischen Eddesse und Abbensen gelegene Anhöhe, war früher ein sehr wichtiger Steinbruch für die Umgebung. „Er ist nicht nur geologisch interessant, sondern auch kulturhistorisch“, sagt Schmidt.

Denn dort wurde seit Jahrhunderten Sandstein abgebaut, um Häuser, Brücken und Straßen zu errichten. „Sämtliche Kirchtürme unserer Gegend, die Grundmauern unserer Häuser und selbst der Unterbau vieler Landstraßen auch in weiterer Umgebung bestehen aus diesen Fissenbergsteinen. Ebenso das Celler Schloss und der Celler Marstall, das alte Reithaus, wurden einst aus Fissenbergsteinen erbaut“, erklärt Schmidt. Das Steinbrechen sei nicht hauptberuflich betrieben worden, sondern als Ergänzung zur heimischen Landwirtschaft.

Auch Schmidts Großvater (1873-1964) war Ende des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts im Fissenberg tätig, um Steine zu brechen. Durch seinen Nebenerwerb hatte er sich - er war der jüngere Bruder des Hoferben - bis zu seiner Heirat eine eigene Existenzgrundlage geschaffen. „Nach den Erzählungen meines Großvaters war der Stein aufgrund seiner Druckfestigkeit nur schwer abzubauen und zu bearbeiten. Er wurde deshalb hauptsächlich zu Pflastersteinen und unbehauenen Mauersteinen verarbeitet“, berichtet die Ortsheimatpflegerin.

Alle Arbeiten wurden in Handarbeit durchgeführt, die mit Akkord- oder Stundenlohn vergütet wurde. Um Steine aus der Felswand abbauen zu können, war es notwendig, das Erdmaterial über dem Felsen zu beseitigen. Nachdem der Felsen freigelegt war, wurde mit dem Lösen der Steine begonnen. Je nach beabsichtigter Verwendungsart wurden die Steinbrocken mit Hammer oder Eisenkeilen zerkleinert.

Das größte Problem war der Abtransport, der ausschließlich mit Pferdefuhrwerken bewältigt wurde. „Die Arbeit im Steinbruch war eine anstrengende körperliche Arbeit, zudem waren die gesundheitlichen Belastungen durch Steinstaub sehr groß“, weiß Schmidt.

Heutzutage ist der Fissenberg bewaldet und ein beliebtes Ausflugsziel für Radler und Wanderer.

mir

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Edemissen

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Konzert für Schüler in Ilsede
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung