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Feuerwehrfrau für einen Tag

Edemissen Feuerwehrfrau für einen Tag

Edemissen. Jeder scheint genau zu wissen, was er zu tun hat, und jeder Handgriff sitzt: Bei Feuerwehrwettkämpfen und -übungen sieht immer alles ganz leicht aus. Doch ist das wirklich so?

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Für einen Vormittag schlüpfte PAZ-Redakteurin Kerstin Wosnitza in Feuerwehr-Kleidung und nahm an der Truppmann-Ausbildung der Gemeindefeuerwehr Edemissen teil.

Quelle: im

Edemissen. Um sich selbst einen Eindruck zu verschaffen, hat PAZ-Redakteurin Kerstin Wosnitza einige Stunden an der praktischen Truppmann-Ausbildung in Edemissen teilgenommen.

Pünktlich finde ich mich am Landjugendheim Wehnsen ein, das für eine Woche zur „Feuerwehr-Ausbildungsakademie der Gemeinde Edemissen“ wird. An acht Stationen werden wir die ersten Grundlagen vermittelt bekommen. Wir - das sind 19 angehende Feuerwehrleute und ich. Nicht alle sind so ahnungslos wie ich, denn etliche haben schon mehrere Dienstjahre in der Jugendfeuerwehr hinter sich.

Bevor es losgeht, bekomme ich leihweise Jacke, Helm und Handschuhe verpasst, denn ich möchte einen möglichst authentischen Eindruck davon bekommen, wie es sich anfühlt, „Feuerwehrfrau“ zu sein.

Als erstes lerne ich als „Wassertrupp-Frau“ das Kuppeln einer Saugleitung und das Befestigen einer Halteleine. Überrascht bin ich, mit wie viel Kraft ich beim Zusammenkuppeln der Schläuche gegenhalten muss. Der Kamerad, der mit mir zusammenarbeitet, braucht schon ein wenig Geduld mit mir, bis alles so sitzt, wie es soll.

Meine nächste Aufgabe ist es, die Halteleine am zusammengesteckten Saugrohr zu befestigen. Dafür gibt es bestimmte Knoten, deren Namen ich mir so schnell nicht merken kann. Ich merke dafür spätestens jetzt etwas anderes: Würde ich die Ausbildung tatsächlich absolvieren, müsste ich wohl eine ganze Menge „Vokabeln“ lernen.

An der nächsten Station geht es darum, einen der kleineren Schläuche - C-Rohr genannt - auszuwerfen. Doch zunächst muss man wissen, wie man den Schlauch, der auch aufgerollt nicht wirklich handlich ist, richtig trägt. Nimmt man ihn falsch auf, fällt einem die ganze Pracht unplanmäßig in wilden Wellen vor die Füße.

Das Werfen an sich ist nicht so schwierig. Aber wenn man es noch nie gemacht hat, muss man zunächst ein Gefühl für den richtigen Schwung bekommen. Auch für das Aufrollen gibt es Tricks. Mir schwirrt langsam der Kopf.

Dann gilt es, ein Standrohr an einen Unterfluhrhydranten zu montieren, um Wasser entnehmen zu können. Mit Schwung nehme ich das Standrohr hoch. Aber es ist viel leichter, als ich erwartet hatte.

Noch fünf weitere Stationen warten an diesem Tag auf die angehenden Feuerwehrleute. Jede wird von mindestens zwei erfahrenen Kameraden betreut, sodass ebenso viele Ausbilder vor Ort sind wie Anwärter.

„Wir bieten einmal im Jahr eine Truppmann-Ausbildung an“, erklärt der Ausbildungsleiter und stellvertretende Gemeindebrandmeister Frank Köther. „Ideal ist es, wenn die Teilnehmer schon Vorkenntnisse haben. Viele kommen aus der Jugendfeuerwehr, für Neueinsteiger empfehlen wir, schon einige Monate im aktiven Dienst mitzulaufen“, so Köther. Sonst sei die Fülle an Informationen, die an den insgesamt sechs Tagen der praktischen Ausbildung vermittelt wird, kaum zu verarbeiten. Den theoretischen Teil bekommen die Anwärter zu einem anderen Termin in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Peine vermittelt.

Meine Kameraden hatten übrigens Sonntagabend ihre praktische Prüfung. Natürlich habe ich ihnen ganz fest die Daumen gedrückt!

wos

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