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Fahrtraining als "etwas andere" Fortbildung

Edemissen Fahrtraining als "etwas andere" Fortbildung

Berkhöpen. Dass ein Kleintransporter nicht einfach ein größerer Pkw ist, erfuhren - im wahrsten Sinne des Wortes - sieben Mitarbeiterinnen und zwei Mitarbeiter der Behindertenhilfe Berkhöpen-Burgdorf im ADAC Fahrsicherheits-Zentrum Hannover-Messe.

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Fahrtrainer Andreas Hannemann (2.v.l.) erklärt den Mitarbeitern der Behindertenhilfe, worauf es ankommt.

Quelle: oh

Die Mitarbeiter der Behindertenhilfe nutzen im Rahmen ihrer Arbeit nahezu täglich Kleintransporter. Ob beim Großeinkauf für die Wohngruppe oder bei Ausflügen und Freizeiten mit zum Teil gehbehinderten Passagieren: Am Steuer eines Kleintransporter muss sich der Autofahrer neuen Herausforderungen stellen - und das muss trainiert werden.

„Sicher haben wir alle eine gewisse Routine als Autofahrer“, sagt Daniela Fiedler, die in der Burgdorfer Wohnstätte Ortbruch erwachsene Menschen mit geistiger Behinderung begleitet, „doch das Lenken eines Kleintransporters ist ganz anders: Die eingeschränkte Sicht, die Größe und Schwere des Fahrzeugs verunsichern am Anfang jeden von uns. Deshalb ist es toll, dass wir die Möglichkeit zu einem professionellen Training bekommen.“ Christian Sinnreich, Mitarbeiter in der Wohnstätte Edemissen, interessiert sich besonders für das Thema Ladungssicherung: „Gerade der sichere Transport von Rollstühlen steht bei uns auf der Tagesordnung.“

Andreas Hannemann, seit sieben Jahren Trainer im ADAC Fahrsicherheits-Zentrum, kennt die richtigen Übungen, um Sicherheit und Routine hinterm Steuer zu vermitteln. Von ihm lernen die Teilnehmer, wie sich ihr Fahrzeug in Gefahrensituationen verhält und wie sie darauf richtig reagieren sollten: Bremsen und Ausweichen auf trockener und nasser Fahrbahn sowie die Möglichkeiten der modernen Fahrzeugtechnik wie ESP und ABS werden dabei erläutert und ausprobiert.

Der Höhepunkt des Tages ist das Modul „Vollbremsung und gleichzeitiges Ausweichen“. Mit bis zu 70 Kilometern pro Stunde sollen die Teilnehmer auf plötzlich aus dem Boden schießende Wasserfontänen zurasen und blitzschnell reagieren. „Da steigt der Adrenalinspiegel. Mir ist schon etwas mulmig“, gesteht Dorothee Hansen-Grobe, die in der Wohnstätte Edemissen tätig ist, vor der Übung.

Doch hinterher kennt die Begeisterung keine Grenzen: „Ich hätte nie gedacht, dass dieses Training mir so viel Sicherheit gibt und noch dazu so viel Spaß macht“, lautet der Tenor aller Teilnehmer.

wos

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