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Exkursionsreihe „Schwarzwasser“ beendet

Edemissen Exkursionsreihe „Schwarzwasser“ beendet

Klein Eddesse. 35 Natur- und Heimatfreunde, Landwirte, Jäger und Ortspolitiker machten sich auf Einladung des Heimat- und Archivvereins Edemissens und der Peiner Bio-AG in Klein Eddesse auf den vier Kilometer langen Weg von Klein Eddesse zur Mündung des Schwarzwassers in die Fuhse. Diese Exkursion war der vierte und letzte Teil einer Wanderungs-Reihe entlang des Gewässers.

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Die letzte Schwarzwasserexkursion führte an die Mündung in die Fuhse.

Quelle: oh

An der Schwarzwasserbrücke gab es erste Hinweise auf die ehemalige Kalibahn (1908-1936), die auf den Weg vom Kali-schacht Oedesse nach Dedenhausen hier das Schwarzwasser querte. Das Schwarzwasser verlassend, ging es zur Anhöhe Fissenberg in das Landschaftsschutzgebiet PE 1, wo nachweislich seit über 700 Jahren der gelbe Waeldensandstein abgebaut wird. Er wurde bis vor etwa 50 Jahren als Baumaterial unter anderem für die Kirchen in Abbensen, Eddesse und Edemissen und zum Wegebau gebrochen.

Natürlich durfte die Sage vom Riesen, der über das Bächlein Schwarzwasser gestolpert sein soll und so die Kniekuhlen und den Fissenberg entstehen ließ, wie auch die geologischen Erklärungen hierzu nicht fehlen.

Auf der Trasse der historischen Heerstraße Peine-Celle, die heute die Grenze zwischen den Gemarkungen Eddesse und Abbensen darstellt, führte der Weg nach Norden. Unterbrochen wurde die Wanderung immer wieder von Informationen zur Tier- und Pflanzenwelt, zum ehemaligen Kiesabbaugelände Meinecke, zur Flurbereinigung und Landwirtschaft durch Ortslandwirt Jürgen Meyer, zu heimatkundlichen und archäologischen Fundstellen und zur Ölförderung.

An ehemaligen Kiesabbaustellen vorbei führte die einstige Heerstraße auf einen Wegedamm durch die Schwarzwasserniederung und über eine weitere Schwarzwasserbrücke Richtung Uetze. Aus der Sage „Der Spuk an der Schwarzwasserbrücke“ sind Hinweise auf frühere Befestigungsanlagen an dieser Stelle zu entnehmen.

Die letzten 700 Meter bis zur Mündung stehen im Zeichen des Natur- und Hochwasserschutzes. Hier hat der Unterhaltungsverband Obere Fuhse im Winter 2012/13 das Schwarzwasser renaturiert (PAZ berichtete). Die Natur hat sich durch den nährstoffreichen Boden seit dem Eingriff sehr schnell erholt. Hans-Werner Kuklik von der Bio-AG erläuterte die Entwicklung der Pflanzen, Insekten und der übrigen Tierwelt.

Im Dorfgemeinschaftshaus Eddesse informierte Ortsheimatpflegerin Adelheid Schmidt in Gedichtform über Eddesse. Kuk-lik zog noch einmal Bilanz der vierteiligen Exkursionsrunde „Das Schwarzwasser von den Quellen im Blumenhagener Moor bis zur Mündung in die Fuhse zwischen Eddesse und Dollbergen.“ Reinhard Bartels vom Heimat- und Archivverein freute sich, dass sich Landwirte, Jäger, Naturschützer, Heimatpfleger und Ortspolitiker bei den Wanderungen austauschen und Verständnis für die jeweiligen Interessen gewinnen konnten.

Die Vertreter beider Vereine möchten die Zusammenarbeit fortsetzen. Ortsbürgermeister Hubert Keuchel bedankte sich bei den Organisatoren: Auch er habe viel Neues erfahren.

wos

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