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Ensberg koordiniert die Flüchtlingsbetreuung

Edemissen Ensberg koordiniert die Flüchtlingsbetreuung

Edemissen. Die Hilfsbereitschaft der Bürger in der Gemeinde Edemissen gegenüber den Flüchtlingen, die dort ein neues Zuhause finden, ist groß. „Etwa 25 Ehrenamtliche sind derzeit regelmäßig im Einsatz“, sagt Yildiz Deniz, die Flüchtlings-Sozialarbeiterin der Gemeinde.

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Werner Ensberg (v.l.) hat ehrenamtlich die Koordination der Flüchtlingsbetreuung übernommen. Er arbeitet eng mit Yldiz Deniz und Sarah Kassel zusammen. Bürgermeister Frank Bertram begrüßt das Engagement.

Quelle: Kerstin Wosnitza

Eine so große Gruppe müsse systematisch koordiniert werden. Diese Aufgabe hat ehrenamtlich Werner Ensberg übernommen, der sich dabei eng mit Deniz abstimmt.

„Wir haben mit den Themenblöcken Freizeit/Sprachen, Begleitung/Patenschaft und Spende/Ausstattung drei Bereiche gebildet“, erklärt Ensberg.

Aufgaben des ersten Bereichs unter der Leitung von Marion Heidenreich und Regina Eggers sind unter anderem die Organisation von Deutschunterricht und Freizeitaktivitäten. In diesen Tagen laufen erste selbst durchgeführte Sprachkurse an.

Die Mitwirkenden im Bereich Begleitung/Patenschaft werden von Simone Landgraf und Rüdiger Hardt koordiniert und kümmern sich im Alltag um die Ankömmlinge. Hilfe beim ersten Einkauf gehört ebenso dazu wie die Begleitung und Unterstützung bei der Einrichtung eines Bankkontos oder bei Arztterminen. Auch die Vermittlung in Praktika oder in Arbeit fällt in diesen Bereich.

Die Gruppe Spende/Ausstattung wird von Dorit Lonnemann und Günter Weiß angeführt und ist für die Versorgung der Flüchtlinge mit Kleidung, Hausrat und Mobiliar im Einsatz.

„Wir erbitten entsprechende Spenden situativ jeweils spontan. Bisher klappt das ganz prima über Rund-Mails, in denen konkret nach den Gegenständen gefragt wird, die fehlen“, erklärt Ensberg.

Überhaupt sei es großartig, wie die Bevölkerung bisher mit dem Thema umgehe. Ein Beispiel hatte Bürgermeister Frank Bertram gleich beim Pressetermin parat: Er übergab Deniz und Ensberg einen Umschlag mit einer Spende in Höhe von 250 Euro für die Betreuung der Flüchtlinge. Das Geld war beim Weltfest in Plockhorst erwirtschaftet worden.

Derzeit leben 102 Flüchtlinge in der Gemeinde Edemissen. „Nicht alle, die uns zunächst zugewiesen werden, bleiben letztlich auch hier. Einige ziehen in die Nähe anderer Familienmitglieder, die auch schon in Deutschland sind“, macht Deniz deutlich. Bis Ende März muss mit dem Zuzug weiterer 150 Personen gerechnet werden. „Das ist eine enorme Herausforderung für die Gemeinde, die wir ohne die wirklich vorbildliche Unterstützung durch die Ehrenamtlichen nicht meistern könnten“, lobt Bertram.

Darüber hinaus bekommen Deniz und Werner Drieschner, die für die Verwaltung hauptamtlich für die Flüchtlinge zuständig sind, im Rathaus Unterstützung durch Sarah Kassel.

Trotz der großen Zahl wolle die Gemeinde bei der Strategie der dezentralen Unterbringung bleiben. Zustimmung gibt es von den Ehrenamtlichen: „Wir sehen darin viele Vorteile. Die Integration ist leichter, die Entstehung sozialer Brennpunkte und die damit häufig verbundene Kriminalität wird vermieden. Uns ist bisher kein einziger Fall dieser Art bekannt“, betonen Deniz, Ensberg und Bertram einstimmig.

  • Weitere ehrenamtliche Helfer sind jederzeit willkommen. Sie können sich bei Yildiz Deniz, Telefon 05176/18812, melden.

Von Kerstin Wosnitza

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