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Engpass: Gemeinde will Mehrfamilienhaus bauen

Edemissen Engpass: Gemeinde will Mehrfamilienhaus bauen

Oedesse. Die Zuweisung von Flüchtlingen stellt derzeit alle Kommunen vor große Herausforderungen, denn die Ankömmlinge müssen untergebracht werden, und der Wohnungsmarkt ist sehr angespannt. Die Gemeinde Edemissen will deshalb nun ein Mehrfamilienhaus mit sechs Wohnungen bauen.

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In Oedesse am Ehrenkamp auf dem Grundstück an der Landesstraße 320 will die Gemeinde Edemissen ein Mehrfamilienhaus bauen.

Quelle: wos

Ein geeignetes Grundstück stehe kurzfristig zur Verfügung, sagt Bürgermeister Frank Bertram. Zwischen der bereits bestehenden Bebauung am Ehrenkamp in Oedesse und der Landesstraße 320 gibt es eine Fläche, die im Besitz der Gemeinde ist und auf der laut Bebauungsplan ein entsprechendes Gebäude errichtet werden kann.

„Der B-Plan sieht eine zweigeschossige, geschlossene Bauweise vor“, erklärt der Bürgermeister. Das Areal steht schon seit Jahren zum Verkauf, Interessenten hätten sich bisher nicht gefunden. Nun böte sich diese Lösung auf dem rund 840 Quadratmeter großen Flurstück am östlichen Ende der freien Fläche an. Gegebenenfalls könne die Bebauung später nach Westen hin erweitert werden.

Zwar sollen zunächst in erster Linie Flüchtlinge hier unterkommen, gebaut werden aber moderne Wohnungen mit Grundflächen zwischen 54 und 70 Quadratmetern, die auch auf dem freien Markt vermietet werden können. „Es geht nicht um eine kurzfristige Maßnahme, sondern die Nachnutzung soll gewährleistet sein“, betont Bertram.

Im Erdgeschoss sollen zwei Wohnungen gebaut werden, eine barrierearme mit drei Zimmern und eine rollstuhlgerechte mit zwei Zimmern. Im ersten und zweiten Geschoss sind jeweils zweimal drei Zimmer geplant, alle Wohnungen haben Küche und Bad. Zudem wird für jede Mietpartei ein Abstellraum errichtet, einen Keller wird das Haus nicht bekommen.

Derzeit ist der Bauantrag in Vorbereitung, in die Detailplanung sei man noch nicht gegangen. So stünden auch die Baukosten noch nicht fest. „Unser Ziel ist es, im sechsstelligen Bereich zu bleiben“, erklärt der Bürgermeister. Finanziert werden kann das Projekt zum Teil aus einem zinsfreien Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau zur Schaffung von Wohnraum für Flüchtlinge, zum Teil muss ein Kredit am freien Markt aufgenommen werden. Eine Kreditermächtigung vom Gemeinderat liegt bereits vor. Die Rückzahlung wird sich voraussichtlich aus Mieten beziehungsweise Nutzungsentschädigungen finanzieren.

Nicht vom Tisch ist trotz der aktuellen Entwicklung der Plan, ein Mehrfamilienhaus am Kreisel in Abbensen zu errichten (PAZ berichtete). „Hier ist allerdings eine Änderung des Bebauungsplans nötig, deshalb kann das Projekt nicht so schnell umgesetzt werden, wie es die Situation erfordert“, erklärt Bertram.

Die Gemeinde ist laufend gefordert, weitere Flüchtlinge unterzubringen. In der vergangenen Woche beispielsweise wurden Edemissen neun Personen zugewiesen, in dieser Woche sind es sieben.

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