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Ellen Lieber: Geburt trotz Beckenendlage

Edemissen Ellen Lieber: Geburt trotz Beckenendlage

Oelerse/Peine. Keiner ging von einer alltäglichen Geburt aus, als Ellen Lieber aus Oelerse mit ihrem Mann Christian um 1.50 Uhr im Klinikum Peine eintraf. Schließlich hatte sich die Tochter der Liebers in der 31. Schwangerschaftswoche in die sogenannte Beckenendlage gedreht.

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Ellen und Christian Lieber mit Tochter Caroline.

Die meisten Babys drehen sich kurz vor der Geburt wieder mit dem Kopf nach unten, nicht so bei der Beckenendlage. Das bedeutete, dass das Kind quasi im Bauch seiner Mutter sitzt und mit dem Po zuerst geboren wird - eine Geburtsposition, die übrigens fünf Prozent aller Kinder einnehmen.

Für viele Gynäkologen ist es selbstverständlich, dass diese Kinder per Kaiserschnitt zur Welt kommen. Doch die 30-jährige Mutter wollte keinen Kaiserschnitt, selbst auf den Versuch einer Drehung von außen verzichtete sie. Ihre Frauenärztin und ihre Hebamme aus dem Geburtsvorbereitungskurs unterstützten sie bei dieser Entscheidung.

Da bereits ihr Sohn Maurice vor knapp fünf Jahren im Klinikum Peine zur Welt kam und sich die Familie hier sehr gut aufgehoben fühlte, fragten sie Dr. Thomas Heuer, ob er bereit wäre, diese Geburt zu begleiten. Der Chefarzt der Gynäkologie stimmte sofort zu: „Eine Spontangeburt in Beckenendlage ist kein Zauberwerk“, erläutert er. „Noch vor wenigen Jahrzehnten war sie in deutschen Kreißsälen ganz normal. Doch je weniger solche Geburten stattfinden, desto schwerer wird es für Schwangere, Kliniken zu finden, in denen die Geburtshelfer genügend Erfahrung mit dieser Art der Geburt haben.“

Wenn das Baby sich bei der Geburt in der Beckenendlage befindet, müssen Arzt und Hebammen nur die richtigen Griffe kennen, wie dem Kind schnell auf die Welt geholfen werden kann - und die Gebärende muss absolutes Vertrauen in ihre Geburtshelfer haben. Das hatte Ellen Lieber: „Ich fühlte mich die ganze Zeit optimal begleitet und hatte zu keinem Zeitpunkt Angst.“ Und so kam zwei Stunden, nachdem ihre Eltern im Krankenhaus eingetroffen waren, Carolin Lieber um 3.54 Uhr gesund zur Welt.

Dass es eine so entspannte und schmerzarme Geburt sein würde, hat dann doch alle positiv überrascht. Ellen Lieber brauchte nicht mal ein Schmerzmittel, trug keinerlei Verletzungen davon. Heuer lobte alle Beteiligten, aber insbesondere die Mutter: Sie habe ungeheuer gut mitgearbeitet, habe die Dinge auf sich zukommen lassen und sei immer entspannt geblieben - so wie das gesamte Team der Geburtshilfe.

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