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Einzige Frau im Metall-Beruf liefert den besten Abschluss aller Peiner Innungen

Edemissen Einzige Frau im Metall-Beruf liefert den besten Abschluss aller Peiner Innungen

Berkhöpen. Feilen, sägen, meißeln, schweißen - der Umgang mit Metall ist meist überwiegend Männern vorbehalten. Jetzt hat es ausgerechnet die einzige Frau im Jahrgang allen gezeigt: Die 22-jährige Nora Raulf aus Wendeburg, die in der Gemeinde Edemissen arbeitet, ist nicht nur die Jahrgangsbeste von den sieben Auszubildenden in der Metall-Innung, sondern Innungs-übergreifend sogar von den insgesamt 45 freigesprochenen Frauen und Männern.

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Innungsbeste Nora Raulf und Ausbilder Bastian Bührig freuen sich über das gute Ausbildungsergebnis der 22-Jährigen.

Quelle: hui

Bei einem zweiwöchigen Praktikum bei BKM Stahl-Anlagenbau in Berkhöpen hatte die Gymnasiastin Betrieb und Beruf kennengelernt und auf Anhieb festgestellt: Das passt! Das findet auch ihr Ausbilder Bastian Bührig. „Es war natürlich mindestens zu 95 Prozent die Ausbildung, der Rest reines Glück“, scherzt der Meister. Die junge Frau lacht mit, sagt dann aber: „Ich habe mich zu Hause nochmal hingesetzt und etwas dafür getan!“

Dabei war der Arbeitsplatz durchaus gewöhnungsbedürftig: „Die Arbeit ist schwer, es ist dreckig und laut“, sagt der Ausbilder. Schicke Klamotten und gemachte Fingernägel sind hier fehl am Platz, Nora Raulfs Arbeitskleidung ist der Blaumann - oder muss der in diesem Fall Blaufrau heißen? „Man gewöhnt sich dran“, sagt sie lakonisch. Anlagenaufbau für mechanische Fertigungsstraßen, Revision und Wartung waren die Aufgaben, denen sie sich stellen musste. Dazu gehörten Fahrten zu den Kunden, um die Anlagen vor Ort zu inspizieren und gegebenenfalls zu reparieren. Probleme mit den 40 Mitarbeitern habe es nie gegeben, sagt sie, im Gegenteil. Am Anfang seien alle sehr nett gewesen. Jetzt gibt es auch mal Sprüche. „Ich kontere dann“, sagt die junge Frau.

„Die Kunden sagten: Schickt mal das Mädchen und noch vier Mann“, erzählt Meister Bührig, und diesmal scherzt er nicht, denn die Kunden schätzen die Kompetenz der Auszubildenden. Ihre Eltern haben sie immer unterstützt, die Freunde fanden es cool. So ganz fremd ist der Lehrerstochter das Handwerkliche von Haus aus nicht. Außerdem ist sie seit drei Jahren aktive Fahrerin beim Stoppelfeldrennen in Wendeburg. „Da muss man sein Auto auch selber vorbereiten“, sagt sie.

Von dem Spitzen-Abschluss hat ihr ahnungsloser Meister erst auf Umwegen erfahren. „Dass sie als Beste abgeschnitten hat, hat sie nicht erzählt, das haben erst die Kunden ganz aufgeregt am Telefon berichtet“, sagt er nicht ohne Stolz.

Beruflich sind ihre Perspektiven hervorragend. Sie arbeitet noch ein Jahr in ihrem Lehrbetrieb und will anschließend ein duales Studium absolvieren. Frauen, die sich für einen Metallberuf interessieren, rät sie: „Bei einem Praktikum kann man schnell feststellen, ob einem die Arbeit und der Betrieb zusagen!“

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