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Ein 26-Jähriger wird Heimatpfleger

Oedesse Ein 26-Jähriger wird Heimatpfleger

Sie trennen 52 Jahre und doch verbindet sie eine Leidenschaft: Timo Leschnik und Horst Seffers aus Oedesse begeistern sich für die Historie ihres Dorfes. Nun hat Seffers sein Amt als Ortsheimatpfleger an den Jüngeren abgegeben.

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Amtsübergabe (von links): Horst Seffers mit seinem Nachfolger Timo Leschnik und Gemeindebürgermeister Frank Bertram, der dem 26-Jährigen die Bestellungsurkunde überreicht.

Quelle: ju

Oedesse. In kleiner Runde hat Edemissens Bürgermeister Frank Bertram (parteilos) den neuen Ortsheimatpfleger Leschnik offiziell zu Seffers Nachfolger ernannt, der das Amt acht Jahre lang bekleidet hatte. „Herr Seffers hat viel für das Dorf getan“, sagte Bertram. Das Zusammentragen und Archivieren alter Bilder waren seine Leidenschaft. Er gestaltete oft Dorfabende mit und bereicherte Feste mit historischen Belegen und Fotos.

Nun tritt der 26-jährige Leschnik in die Fußstapfen des Oedessers. Aufgewachsen in Stederdorf, waren es die in Oelheim lebenden Großeltern, die Leschnik erstmals mit der Ortsgeschichte in Kontakt brachten. „Ich fand es immer toll, wenn sie mir die Geschichten vom Öl-Boom erzählten“, sagt Leschnik, der heute im Service für Erdgas- und Erdölanlagen arbeitet. „Zudem habe ich mich bereits in der Schule sehr für Geschichte interessiert.“

„Timo hat sich schon immer viel eingebracht“, lobt Bertram. „Ich freue mich, dass wir so einen adäquaten Nachfolger gefunden haben.“ Doch Leschnik ist kein gewöhnlicher Nachfolger: Der Oedesser ist mit 26 Jahren der jüngste Ortsheimatspfleger in der Gemeinde Edemissen. „Ich kenne auch sonst keinen jüngeren“, sagt Bertram. „Das ist schon etwas ganz Besonderes.“

Leschnik ist außerdem Gruppenführer bei der Ortsfeuerwehr, Vorsitzender des Bürgervereins Oischer Jungs sowie Mitglied im Schützenverein Oedesse. Ob sich durch ihn nun auch mehr Jugendliche für die Ortsheimatpflege interessieren, vermag Bertram nicht vorherzusagen. „Aber vielleicht ist er ein Vorbild und nimmt anderen die Scheu“, sagt der Bürgermeister.

Als erstes will sich Leschnik mit seinem Vorgänger, der ihn überhaupt erst für das Amt vorgeschlagen hat, zusammensetzten, um einen Überblick über das Archiv zu bekommen. „Wenn er mich braucht, bin ich jederzeit als Unterstützung da“, sagt Seffers.

ju

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