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Ehemalige Krabbelgruppe feiert Volljährigkeit der "Kleinen"

Wehnsen Ehemalige Krabbelgruppe feiert Volljährigkeit der "Kleinen"

Wehnsen. Mitte der 90er Jahre gründeten einige junge Mütter mit ihren Kleinkindern eine Krabbelgruppe. Die "Kleinen" werden nun allmählich volljährig, und das feierten alle gemeinsam mit einem großen Fest in Wehnsen.

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Die Krabbelgruppe ist jetzt erwachsen: Am Freitag haben die „Zipfelmützen“ gemeinsam ihren 18. Geburtstag gefeiert.

Quelle: rb

„Hiltrud Mokrys und ich waren in Edemissen zugezogen und haben Kontakt gesucht. So ist die Idee zur Krabbelgruppe entstanden“, erinnert sich Sabine Hoffmann. Geeignete Räume hat die Kirchengemeinde zur Verfügung gestellt, und so konnte es losgehen - die Gruppe „94er Zipfelmützen“ war geboren.

Etwa zehn junge Mütter kamen für knapp drei Jahre regelmäßig zusammen und erlebten miteinander eine intensive Zeit. „Wir haben uns regelmäßig getroffen und ausgetauscht. Auch Weihnachtsfeiern und ähnliches wurden organisiert“, blickt Hoffmann zurück. Doch als die Kleinen dann in den Kindergarten kamen, war die gemeinsame Zeit vorbei. „Einige haben noch immer recht engen Kontakt, andere eher nicht. Aber wir haben die Krabbelgruppenzeit alle in sehr gute Erinnerung, und so entstand die Idee, die vielen 18. Geburtstage, die jetzt anstehen, auch gemeinsam mit einer großen Party zu feiern“, berichtet Hoffmann.

Die Resonanz war riesig: Fast alle waren am Freitag zu der Feier bei Familie Köhler in Wehnsen gekommen. Mit Partnern und Geschwistern hatten sich rund 50 Personen angemeldet. Jede Familie steuerte etwas zum Buffet bei und so stand dem gemeinsamen Spaß nichts im Weg.  

wos


Vor 17 Jahren: Zu wenig Plätze, Betreuung von 8 bis 12 Uhr

Edemissen. Ganztagsgruppen und -schulen, Kleinkindbetreuung und warmes Mittagessen für die Kleinen: Solche Angebote, die in der Gemeinde Edemissen inzwischen selbstverständlich sind, waren Mitte der 90er Jahre – als die „94er Zipfelmützen“ aktiv waren – noch Zukunftsmusik.

Weil junge Eltern mit den Betreuungsangeboten nicht einverstanden waren, machten sie sich für Verbesserungen stark. Auch von den „Zipfelmützen“ waren einige Vertreter in der eigens eingerichteten Arbeitsgruppe, die die politisch Verantwortlichen mit den Vorstellungen und Erwartungen der Eltern konfrontierte.

Es ging unter anderem um den möglichen Standort eines neuen Kindergartens. Die Eltern wollten ihn am Oelheimer Weg in der Nähe des damaligen Neubaugebiets. Die Gemeinde favorisierte das Grundstück an der Eltzer Drift, auf dem jetzt das Wohnheim der Behindertenhilfe steht. „Tatsächlich realisiert wurde dann allerdings zunächst das Kindergartengebäude in Plockhorst. Die Entscheidung fiel damals, um den Schulstandort Plockhorst zu stärken“, erinnert sich Gemeinde-Mitarbeiter Norbert Ahlers. Im Jahr 2007 bekam der Ort Edemissen dann mit der „Schatzinsel“ am Dahlkampsweg einen zweiten Kindergarten.

„Mitte der 90er Jahre waren Kindergartenplätze knapp und es gab für alle Einrichtugen Wartelisten“, erinnert sich Ahlers. Als Konsequenz wurde zum Beispiel im evangelischen Kindergarten die Gruppenstärke von 20 auf 25 Kinder erhöht – eine Entscheidung, die nicht nur auf Gegenliebe stieß. Auch erste Nachmittagsgruppen wurden eingerichtet, um dem Engpass zu begegnen. „Wir haben die Plätze nach bestimmten Kriterien vergeben. Die schulpflichtigen Kinder wurden zuerst berücksichtigt, dann soziale Härten und schließlich das Alter der Kinder“, blickt Ahlers zurück. In dieser Zeit kamen auch die ersten Nachfragen nach längeren Betreuungszeiten – üblich war von 9 bis 12 Uhr.

„Wenn wir auf das heutige Angebot schauen und uns vor Augen führen, was sich in den vergangenen knapp 20 Jahren in Bezug auf die Angebote zur Kinderbetreuung getan hat, können wir wirklich zufrieden sein“, sagt Ahlers.

wos

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