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Edemisser feierten längsten Tag des Jahres

Edemissen Edemisser feierten längsten Tag des Jahres

Edemissen. Etwa 40 Edemisser und Gäste machten sich zur Mittsommernacht am Freitag, 20. Juni, zunächst mit Trecker und Wagen auf den Weg, den südlichen und westlichen Teil des Dorfes und der Feldmark zu erkunden.

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Zum Auftakt der Mittsommernacht ging es mit dem Planwagen in die Feldmark von Edemissen.

Quelle: oh

Ullrich Kemmer und Heinrich Hansen, Edemisser Landwirte, sowie Ortsheimatpfleger Joachim Liehr begleiteten die Gruppe.

„Hier wurde in den vergangenen Jahrhunderten Lehm zum Hausbau in Edemissen abgebaut, und Reisig zum Erstellen der Lehmgefache wuchs auch gleich hier“, erklärte Hansen und zeigte auf den Bereich zwischen Eichenweg, Am Raffturm und Mödesser Straße. „Und der Heestern-Teich, bis vor etwa 100 Jahren unter anderem zum Baden und Schlittschuhlaufen genutzt, entstand dabei.“

Während Hansen den historischen Part übernahm, gab Ullrich Kemmer Informationen zur aktuellen Situation der Edemisser Landwirtschaft. Die Mödesser Straße entlang führte der Weg über das Schwarzwasser bis zu den ehemaligen Sandkuhlen. Zurück durch den ehemaligen Weidenweg, heute Hermann-Löns-Straße, fuhr die Gruppe nach Oelheim. Hier durfte natürlich das Thema Solebäder und Ölrausch 1881 nicht fehlen. Auch der Kalibergbau vor 100 Jahren war ein Thema.

Im Garten des Zehntspeichers wurden die Gäste von den Helfern des Heimat- und Archivvereins Edemissen empfangen. Nachdem sich alle gestärkt hatten und das Lagerfeuer entzündet war, hieß der Vorsitzende Reinhard Bartels die etwa 60 Gäste willkommen, insbesondere Anne Koivisto und Kari Huppunen aus der Region Helsinki in Finnland, die sich zurzeit in Edemissen bei Verwandten aufhalten und zum ersten Mal eine Planwagenfahrt mitgemacht haben.

Anne Koivisto hatte eine Präsentation über Mittsommer in ihrer Heimat vorbereitet. Sie erklärte in gutem Deutsch - ihre Vorfahren mütterlicherseits kamen aus Deutschland - unter anderem, dass in Finnland das Fest des Mittsommers „Johannus“ heißt.

„Trotz des kühlen Abends saßen die Gäste noch bis weit in die Mittsommernacht am Lagerfeuer und erinnerten sich an eigene Nordlandreisen“, berichtet Bartels.

wos

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