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Eddesserin ist für Förderpreis nominiert

Edemissen Eddesserin ist für Förderpreis nominiert

Edesse. Die 24-jährige Simone Seidel ist Buch-Illustratorin und hat gute Chancen auf den renommierten Hans-Meid-Preis.

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Für Förderpreis nominiert: Buch-Illustratorin Simone Seidel.

Wenn Simone Seidel zum Stift greift, hält sie das Leben fest. „Ich skizziere alles, was ich sehe“, sagt sie. „Ich freue mich über all die Dinge, die das Leben erzählt.“ Simone Seidel ist Buchillustratorin. Die 24-Jährige bebildert Geschichten, Gedichte und den Alltag - jetzt wurde sie für den Hans-Meid-Preis nominiert.

„Ich war sehr überrascht. Das ist ein großer Förderpreis“, sagt Seidel. „Ich fühle mich sehr geehrt, nun scheinbar in dieser Liga mitzuspielen.“ Seiner eigenen Arbeit gegenüber werde man manchmal blind, der Abstand dazu gehe verloren. Doch Seidels Dozent und Prüfer an der Fachhochschule für Design in Münster, Professor Felix Scheinberger, hat diese Distanz - und er kennt das Potential der gebürtigen Peinerin. „Er schlug mich der Jury vor“, erklärt Seidel, die nun ihr Buch „Das kleine Alphabet der großen Ängste“ bei der Hans-Meid-Stiftung (siehe Infokasten) einreichen wird.

Doch dass Seidel, die in diesem Jahr ihr Masterstudium in Hamburg aufnehmen wird, überhaupt Illustratorin geworden ist, hat sie eher einem Zufall zu verdanken. „Ich wollte nach der Schule eigentlich zum Theater“, erzählt Seidel. „Aber das hat irgendwie nicht so richtig klappen wollen.“ Eine Freundin habe ihr dann von der Fachoberschule für Gestaltung in Hannover erzählt. „Ich habe schon immer sehr viel und gern gemalt und gezeichnet. Kurzerhand stellte ich eine Mappe zusammen und bewarb mich“, so Seidel, die vor allem in der freien Kunst aufgeht. „Naturwissenschaften etwa waren noch nie mein Ding. Ich habe mir komplexe Themen schon in der Schulzeit immer mit Hilfe von Bildern gemerkt. Ich habe mir dazu Skizzen gemacht“, erzählt Seidel. An der Realschule in Edemissen hat sie ihren Abschluss gemacht, es folgte ein Aufenthalt in Paris als Au-Pair-Mädchen. Nach dem Abschluss an der Fachoberschule für Gestaltung in Hannover studierte sie an der Fachhochschule für Design in Münster und an der Kunstakademie im italienischen Bologna. „Dort merkte ich, dass das freie Zeichnen mein Ding ist“, sagt Seidel. „Ich mag es nicht, wenn etwas so geleckt ist, so glatte Illustrationen. Ich mag es, wenn man etwas sieht, das nicht so konkret ist. Man darf die Fantasie nicht vorher rauben.“ Das sei vor allem bei Kinderbüchern wichtig. „Die Betrachter brauchen Platz für die eigene Welt, man muss Freiräume lassen.“

Freiräume, die ihr bereits ihre Eltern während ihrer Kindheit in Eddesse gaben. „Ich bin mit zwei Brüdern aufgewachsen, der eine ist Seefahrer, der andere ein Weltenbummler“, erzählt Seidel. „Das liegt bei uns irgendwie in der Familie. Wir sind komplett ohne Fernseher aufgewachsen, waren viel draußen und im Wald. Das war schon cool - ein bisschen wie Bullerbü.“

Das Leben als selbstständige Illustratorin sei schön, aber oft auch ein bisschen einsam. Morgens setzt sie sich an ihren Schreibtisch und zeichnet, neben ihr keine Kollegen, sondern eine einsame Tasse Tee. Klingt irgendwie romantisch - „ist es aber nicht immer“, sagt Seidel. „Die Branche ist hart und letztendlich ist es ein Business, in dem man sich verkaufen können muss.“ Doch dieses Selbstbewusstsein hat Seidel, und sie hat die Liebe zur Kunst. Und beides zusammen lässt sie heute erfolgreich ihren Traum leben.

 ju

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