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Duo Nordan spielt von besseren Welten

Edemissen Duo Nordan spielt von besseren Welten

Abbensen. Adieu, liebes Klischee! Harfen werden nicht ausschließlich von engelsgleichen und Männerphantasien folgenden löwenmähnigen blutjungen Traumfrauen gespielt! Selbst graubärtig melierte Herren mit schütterem Haarwuchs erweisen sich zuweilen als veritable Meister an diesem Instrument.

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Zwischen Verzückung und Ergriffenheit: Das Publikum im Kunsttreff Abbensen lauschte dem Duo Nordan.

Quelle: rb

Der in Berlin lebende Harfenist Thomas Loefke ist so einer und war mit Geigerin Angelika Nielsen als Duo „Nordan“ im Kunsttreff Abbensen zu Gast.

Letztere kommt von den Färöern, ist dort unbestrittene Nummer 1 auf ihrem Instrument und damit weltweit mit unterschiedlichen Formationen, Orchestern und als preisgekrönte Solistin unterwegs. Loefke begibt sich übrigens jährlich in Klausur zum Komponieren in die nordatlantische Inselwelt.

Die tiefe Liebe zum Nordwesten Irlands, den schottischen Hebriden und insbesondere den 18 Inseln des Färöer-Archipels hat das Duo in unvergleichlichen Klang gebettet und verdient für diesen musikalischen Reisebericht mindestens einen Orden des deutschen Fremdenverkehrsamtes der Färöer.

Es sind Kompositionen inspiriert von Fjorden und Seen, von dramatischen Licht- und Farbwechseln und von besonderen Menschen und dem sich praktisch im Minutentakt ändernden Wetter.

Leicht geneigt und in sich versunken zaubert Loefke lyrisch-poetische Klänge auf der keltischen Harfe und wirkt dabei wie ein stiller Märchenerzähler, dem gleichzeitig der Schalk Erinnerungen ins Ohr flüstert. Apropos Erinnerungen: Loefke ist offenbar nicht nur ein Meister des Saitenspiels, er unterstützt als talentierter Lichtbildner die Phantasie des Publikums mit der Präsentation eindrucksvoller Fotografien der nordatlantischen Inselwelt.

Dies, der Harfenklang und der zum Teil wie mit dem Wattebausch erzeugte Hauch der Geige mag manchen im Publikum spontan zur Änderung sommerlicher Urlaubspläne zugunsten eines Exkurses in die nordatlantische Inselwelt bewogen haben.

Nielsen entwickelt sich als wahre musikalische Botschafterin ihrer Heimat, wenn sie ihr Instrument sanft atmend von Kindheitserinnerungen erzählen und von Abenteuern, Landschaften und der nordischen Sagenwelt schwärmen und seufzen lässt. So vermitteln Musik und Bilder den Eindruck von einer zauberhaft-kargen, aber betörenden fernen Landschaft weit abseits des Mainstreams, die sich durch nichts, aber auch gar nichts von dem, was in diesen Zeiten die Welt erschreckt, beeindrucken lässt.

Das Ergebnis ist mal melancholische oder auch sprudelnd frische Musik, bei der es sich trefflich träumen lässt - von besseren Welten, urgesunder Natur und Menschen ohne Fehl und Tadel.

Das Publikum im Abbenser Kunsttreff schwankt zwischen Ergriffenheit und Verzückung und lässt sich aus seinem Traum von Frieden und Ruhe nur unwillig nach zwei stürmisch geforderten Zugaben in die Wirklichkeit zurückholen.

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