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Die Linde in Wipshausen ist Geschichte

Edemissen Die Linde in Wipshausen ist Geschichte

Wipshausen. Nun ist sie fort, die alte Linde, die weit länger als Menschengedenken das Bild des Kirchplatzes in Wipshausen geprägt hatte. Gestern wurde der von Stockfäule befallene Baum gefällt. Nicht alle Bürger waren damit einverstanden.

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Von der Hubbühne aus wurden Krone und Stamm Stück für Stück abgetragen.

Quelle: wos

Erst vor Kurzem sei bemerkt worden, dass der Baum sich in einem sehr kritischen Zustand befindet. „Es ist typisch für Linden, dass sie nicht krank aussehen, sondern ein Blätterdach bilden, als sei alles bestens“, erklärt Uwe Ebeling von der gleichnamigen Gartenbaufirma. Er war einer von drei Fachleuten, die sich den Baum im Vorfeld angesehen haben.

„Natürlich war der erste Gedanke, ob der Baum nicht zu retten ist, etwa durch einen Reduzierungsschnitt“, erklärt er auf Nachfragen kritischer Stimmen aus den Reihen der Schaulustigen, darunter Ortsheimatpfleger Wolfgang Borngräber. „Wohl 200 Jahre braucht so ein Baum, um so alt zu werden - und jetzt wird er in kürzester Zeit um gemacht“, bedauerte Borngräber.

Das sei natürlich richtig, aber in diesem Fall habe es keinen anderen Ausweg gegeben, als den Baum zu entfernen, entgegnet Ebeling. „Und weil hier wegen des Standortes in einem so genannten sensiblen Bereich und der voraussichtlichen Fallrichtung in Richtung Pfarrhauseingang Gefahr in Verzug war, musste das möglichst schnell geschehen. Da gab es keine Diskussion, das ist so vorgeschrieben“, sagt Ebeling.

Von einer Hubbühne aus sägte er zunächst die Krone und dann den Stamm Stück für Stück herunter. Seine Mitarbeiter häckselten gleich an Ort und Stelle alle Zweige bis zu einer Dicke von 30 Zentimetern. „Das wird bei mir auf dem Recyclingplatz kompostiert“, sagt Ebeling. Auch die dickeren Äste nimmt er mit. Als Brennholz eigne sich Linde allerdings nicht gut.

Um 8 Uhr hat der Gartenbauer mit seinem Team mit den Arbeiten begonnen, gegen 11 Uhr fällt das letzte Stück Stamm. Nur der Stumpf bleibt zunächst noch stehen. Die Schaulustigen sind beeindruckt: Deutlich zu erkennen ist, dass an der Westseite die Stockfäule den Stamm bereits bis zur Rinde hin befallen hat. Daneben ist ein recht dickes Stück gesundes Holz: Der Baum bildet Reaktionsholz und versucht so, die Schäden durch die Fäule zu kompensieren.

Innen ist der Stamm in großem Ausmaß hohl, bis zu einer Höhe von mehr als sechs Metern hat sich die Fäule bereits ausgebreitet. „Der Baum wäre in absehbarer Zeit entweder umgefallen, oder die Krone wäre auseinandergebrochen“, sagt Ebeling, als das ganze Ausmaß des Schadens sichtbar wird.

Das genaue Alter der alten Linde ließ sich nicht feststellen: Die Jahresringe waren zu einem großen Teil weggefault. Geschätzt wird er auf mindestens 150 Jahre. In einer Stammhöhe von einem Meter hatte er einen Umfang von stolzen 2,93 Metern, wie der Ortsheimatpfleger 2009 nachgemessen hat.

wos

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WartenWartenMit Blindheit per Definition geschlagen, dennoch nicht unsichtbar, präsentiere ich mich als unbeachtetes und ungeliebtes Stiefkind zeitgenössischer Literatur.

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