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„Die Hälse waren fast durchgebissen“

Edemissen „Die Hälse waren fast durchgebissen“

Überall liegen Federn, Blut klebt an den Stallwänden – Familie Weber aus Edemissen bot sich gestern in ihrem Garten ein grausiger Anblick. Ein Schäferhund, der heute an den Landesmeisterschaften teilnimmt, hat ihre Tiere gerissen.

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Totgebissen: Carsten Weber mit zwei seiner Enten, die nach der Schäferhund-Attacke eingeschläfert werden mussten.

Quelle: im

Edemissen . Es soll ein sportlicher Wettkampf sein, ein Ereignis für die ganze Familie. Doch wenn heute auf dem Sportplatz die Landesmeisterschaften für Schäferhunde beginnen, werden Carsten und Heike Weber direkt nebenan damit beschäftigt sein, ihren Garten wieder herzurichten.

Ein Hund ist gestern unbemerkt auf das an den Sportplatz grenzende Grundstück der Webers gelangt, und ist dort über Hühner und Enten des Ehepaars hergefallen. Als Heike Weber gegen Mittag die Tiere füttern wollte, waren keine mehr da. „Viele Hühner und Enten sind noch immer verschwunden“, sagt Carsten Weber aufgebracht. „Einige Enten hatten sich schwer verletzt in ihrem Stall versteckt.“

Tierärztin Dorothee Müller aus Edemissen musste zwei der Enten einschläfern, ein Erpel hat als einziger schwer verwundet überlebt. „Die Tiere hatten hochgradige Verletzungen an Brust und Flügeln, die Hälse waren fast durchgebissen“, sagt Müller. Ein blutiger Vorfall, den die Tierärztin aber dennoch als „unglücklichen Zufall“ bezeichnet. Selbstverständlich habe ein Hundehalter darauf zu achten, dass sein Tier nicht auf fremde Grundstücke läuft.

„Aber wenn das doch passiert, und wenn dann auch noch Hühner und Enten da sind, schaltet sich beim Hund der ganz natürliche Jagdinstinkt ein“, erklärt die Tierärztin.

Der Halter des Hundes habe sich nach Angaben von Carsten Weber bei ihm entschuldigt und ihm 50 Euro als Entschädigung gegeben. „Dabei geht es uns gar nicht um den Schaden, und auch nicht um den Hund“, stellt Weber klar. Immer wieder gäbe es Ärger, wenn Veranstaltungen auf dem Sportplatz stattfinden.

Drohungen, Pöbeleien und Vandalismus seien für die Webers Alltag. Deshalb schreitet nun auch Bürgermeister Frank Bertram (parteilos) ein. Die Familie Weber freut das: „Er hat uns versprochen, so schnell wie möglich eine Lösung zu finden.“

ju

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