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Die Alvesser Bockwindmühle im Wandel der Zeit

Ausstellung in Edemissen Die Alvesser Bockwindmühle im Wandel der Zeit

Die Alvesser Bockwindmühle von der Papenhorst steht heute im Freilichtmuseum Hessenpark. Ortsheimatpfleger Werner Heise hat dem Museum geholfen, die Geschichte der Mühle aufzuarbeiten. Die Ergebnisse und Fotos vom Aufbau der Mühle im Hessenpark sind nun zu sehen.

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Besuche aus den Niederlanden (v.l.): Edith Heise, Betty und Jan Nobel, Yvonne und Peter Jansen sowie Werner Heise. Die historische Bockwindmühle war zwischenzeitlich dem Zerfall preisgegeben.
 

Quelle: privat

Edemissen.  „Die Alvesser Bockwindmühle von der Papenhorst im Wandel der Zeit“, heißt eine Ausstellung, die Alvesses Ortsheimatpfleger Werner Heise zurzeit vorbereitet. Ab 1. Juni soll sie im Foyer des Edemisser Rathauses zu sehen sein. Anlass ist der Deutsche Mühlentag, der stets am Pfingstmontag stattfindet.

Die Alvesser Bockwindmühle aus dem Jahr 1868 ist im Freilichtmuseum Hessenpark bei Neu-Anspach wieder errichtet worden. Dort wollten die Macher die Mühle Besuchern wieder zugänglich machen und baten Heise um Hilfe. Ziel war es, Fotos der Müllerfamilie und Hintergründe auf Tafeln zu veröffentlichen. Gemeinsam mit Theodor Matthies, dem ehemaligen Besitzer der Mühle, griff Heise dem Museum unter die Arme.

Für die Ausstellung in Edemissen hat Heise auf diese Erkenntnisse zurückgegriffen. Das Museum zeigte sich jedoch auch erkenntlich und stellte ihm Bilder vom Wiederaufbau der Mühle zur Verfügung. Zudem gelang es Heise, Bilder und Konstruktionszeichnungen von der Demontage der Mühle zu organisieren. Dabei war der Mühlenfachmann Reinhardt Leichert eine große Hilfe. Er war es, der die Mühle 1986 abtrug – mit der Maßgabe, sie andernorts wieder aufzubauen.

Heise knüpfte auch Kontakte zu Jan Nobel aus den Niederlanden. Dessen Vater war im Zweiten Weltkrieg als Kriegsgefangener auf dem Hof der Familie Boes, der die Mühle einst gehörte. In dieser Zeit entstand eine Freundschaft, so dass Nobels Familie auch in Friedenszeiten regelmäßig nach Deutschland zu Besuch kam – zuletzt 2005.

Während eines dieser Besuche stand plötzlich ein französisch sprechender Mann in der Tür. Es war Stefan Wojciechowski, der im Ersten Weltkrieg als polnischer Kriegsgefangener bei Boes gearbeitet hat. Darüber berichtete seinerzeit sogar die Peiner Allgemeine Zeitung, die das Ereignis in ihrer Ausgabe vom 7. August 1959 dokumentierte.

Die Ausstellung im Foyer des Edemisser Ratshauses ist vom 1. Juni bis 14. Juni jeweils zu den Öffnungszeiten der Behörde zu sehen.

Von Thorsten Pifan

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