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Deckengemälde ziert Kirche seit zehn Jahren

Edemissen Deckengemälde ziert Kirche seit zehn Jahren

Edemissen. Das Furtwängler-Deckengemälde in der Edemisser Martin-Luther-Kirche wird heute zehn Jahre alt: Am 31. Oktober 2002 stellte der Künstler es fertig. "Wir wollen das im Lauf der kommenden Monate mit verschiedenen Veranstaltungen würdigen", kündigt Pastorin Annette Baden-Ratz an. Den Auftakt bildet ein besonderer Gottesdienst am Sonntag, 4. November um 10 Uhr.

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Wurde vor genau zehn Jahren fertig: Das Deckengemälde von Felix M. Furtwangler in der Edemisser Martin-Luther-Kirche.

Quelle: rb

Moderne Kunst in einer barocken Kirche: Das Deckengemälde des Künstlers Felix M. Furtwängler macht die Edemisser Martin-Luther-Kirche zu etwas Besonderem. Vor genau zehn Jahren wurde das Gemälde fertig gestellt, und „bis heute kommen Gruppen und Einzelpersonen, um die Kirche zu besichtigen, die mit dem einzigen bemalten Tonnengewölbe innerhalb der Hannoverschen Landeskirche einen besonderen Schatz birgt“, sagt die Pastorin.

In den Jahren 2000 bis 2002 wurde die Edemisser Kirche umfangreich saniert: Das Dach hatte sich bewegt und die Kirchenmauern nach außen gedrückt. Weil auch das Tonnengewölbe im Inneren komplett saniert werden musste, ergab sich die Frage der Gestaltung der Decke. Bereits in früheren Zeiten war das Gewölbe bemalt, seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts jedoch nur noch weiß verputzt.

Der damalige Leiter des Kirchlichen Amtes für Bau- und Kunstpflege, Horst Wetzel, schlug eine Bemalung vor und vermittelte den Kontakt zu Felix Martin Furtwängler, einem Künstler aus Memmingen. Welche biblischen Aussagen sich in der Deckenbemalung wiederfinden sollten, darüber machte sich der Kirchenvorstand viele Gedanken. Nach dessen Vorgaben - und im Austausch mit Pastor Detlef Lienau - fertigte der Künstler Entwürfe.

Am 31. Oktober 2002 stellte Furtwängler das Deckengemälde fertig. Zwölf Bilder zu unterschiedlichen Bibelstellen waren entstanden, ein Großteil davon aus den Paulusbriefen. Furtwängler wollte aber keine heile Glaubenswelt darstellen, sondern die Welt in ihrer Gebrochenheit und den Menschen als Suchenden. Diese Verbindung von moderner Kunst in einer barocken Kirche sorgt auch heute noch für Diskussionen: Braucht eine alte Kirche Zeichen der Moderne, um für Menschen der heutigen Zeit ein Zuhause zu sein? Oder ist das Aufeinandertreffen verschiedener Kunstepochen eine Zumutung an unser Bedürfnis nach Einheit und Harmonie im Gotteshaus?

Solche Überlegungen bewegen bis heute die Edemisser Gemeindeglieder, wenn sie auf ihre Kirchendecke angesprochen werden. „Die einen waren von Anfang an begeistert, während andere sich bis heute schwer tun“, sagt Pastorin Annette Baden-Ratz. „Wieder andere, und das sind vermutlich die meisten, haben nach erster Skepsis Freundschaft geschlossen und sind an der Kirchendecke auf eine Entdeckungsreise gegangen, die bis heute nicht abgeschlossen ist.“

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