Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Dank Aktenfund: Schicksal des Großvaters aufgeklärt

Heinrich Horn starb als Soldat in Russland Dank Aktenfund: Schicksal des Großvaters aufgeklärt

Einen ganz besonderen Fund machte kürzlich Ilse Fischer aus Klein Oedesse: Als sie ihrer Mutter beim Aufräumen half, stieß sie auf eine alte Dokumentenmappe aus dem Jahr 1916. Die Schriftstücke darin haben allesamt mit Ilse Fischers Großvater Heinrich Horn und dessen Tod zu tun - Horn fiel als Soldat im Ersten Weltkrieg im russischen Kaiserreich.

Voriger Artikel
Handglocken-Konzert zu Gunsten der alten „Anna“
Nächster Artikel
Bürgerversammlung: Windenergie-Flächen waren Thema

Ilse Fischer mit der Mappe, die Dokumente über ihren im Ersten Weltkrieg gefallenen Großvater enthält.

Klein Oedesse. „Viel weiß ich nicht über meinen Großvater“, sagt Ilse Fischer. „Mein Vater war erst zwei Jahre alt, als sein Vater im Krieg fiel. Er hat ihn also nicht wirklich kennenlernen können.“

Heinrich Horn aus Oedesse starb als „Landsturmmann der 2. Kompanie“ am 6. Februar 1916 im Baranowitschi, das während des Ersten Weltkriegs Teil des russischen Kaiserreichs war und heute zu Weißrussland gehört. Ab Sommer 1915 lag die Stadt an der Front. Wenige Monate nach Horns Tod fand dort die große Schlacht von Baranowitschi statt, die innerhalb weniger Tage fast 100.000 Soldaten das Leben kostete.

Die 1916 angelegte Mappe enthält zahlreiche Dokumente - der Großteil davon befasst sich mit dem Rücktransport des toten Soldaten in seine Heimat. „Mein Großvater wurde in Edemissen bestattet“, erklärt Fischer. Das war damals keine Selbstverständlichkeit, längst nicht alle der in großen Zahlen gefallenen Soldaten konnten in ihre Heimat zurücktransportiert werden. Um einen Großteil der Abwicklung kümmerte sich damals Otto Werner.

„Er war vor dem Krieg ein Arbeitskollege meines Großvaters im Kaliwerk Oedesse“, so Fischer. Die Vermutung mit Blick auf die Dokumente in der von ihm angelegten Mappe liegt nahe, dass es zumindest unter anderem ihm zu verdanken ist, dass Heinrich Horn seine letzte Ruhestätte daheim in Edemissen bekam. Was mit der Mappe nun geschehen soll, weiß Fischer noch nicht. „Vielleicht interessiert sich der Heimat- und Archivverein Edemissen dafür“, sagt sie.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Edemissen

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Bombendrohnung in der Peiner City
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung