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Berkhöpen/Peine. Seit Anfang der Woche läuft bei der Lebenshilfe Peine-Burgdorf mit Sitz in Berkhöpen ein neues Projekt: In einem Internet-Shop werden gebrauchte Bücher verkauft.

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Der letzte Schritt: Christine Ratkowsky macht die Bücher versandfertig.

Quelle: wos

Alle Arbeitsschritte vom Sortieren der Bücher bis hin zum Versand werden von Menschen mit Behinderungen ausgeführt. „Dafür haben wir ein spezielles System entwickelt, das die Lebenshilfe Peine-Berkhöpen als Franchise-Nehmer nutzt“, erklärt Stefan Ehlers von „Buch-Meister“. „Buch-Meister“ ist eine flexible Versandbuchhandlung speziell für Werkstätten für Menschen mit Behinderungen.

Das Ganze basiert auf Buchspenden, die bei Rehatec in Peine abgegeben werden können (siehe Info-Kasten). Die Bücher werden zunächst auf ihren Zustand hin untersucht. „Ich schaue, ob das Buch heile ist, ob hineingeschrieben wurde oder ob es andere sichtbare Mängel gibt. Auch eine Schnupperprobe gehört dazu, denn Bücher, die nach Keller oder Zigarettenqualm riechen, möchte niemand haben“, erklärt Sabine Schrader, eine der Kontrolleurinnen. Die Bücher, die verkauft werden können, kommen in durchnummerierte Kartons.

Im nächsten Schritt werden die Bücher dann am Computer elektronisch erfasst und automatisch online gestellt. Das ist im Moment die Aufgabe von Arne Pliefke. „Er soll aber bald Verstärkung bekommen“, sagt Werkstattleiter Bernd Jahnke, der bereits festgestellt hat, dass die Tätigkeit im Buchshop für die Beschäftigten sehr attraktiv ist und die Arbeit ihnen viel Bestätigung gibt.

Jeden Morgen schickt das Versandhaus die Bestellungen. Sie werden aus den entsprechenden Kartons genommen und versandfertig gemacht. „Ich stecke sie in passende Umschläge, klebe die Adresse des Empfängers drauf und wiege sie dann mit der Briefwaage. So weiß ich, welche Briefmarke draufgeklebt werden muss“, beschreibt Christine Ratkowsky ihre Aufgabe.

„Die erste Frage der Mitarbeiter ist jeden Morgen, wie viele Bücher verkauft wurden“, berichtet Ehlers, der die Einarbeitungsphase in der ersten Woche begleitet hat. Nun hoffen alle Beteiligten auf viele Buchspenden aus der Bevölkerung, damit das Projekt auf Dauer ein Erfolg werden kann. „Wir nehmen alle Bücher an. Was nicht mehr verkäuflich ist, wird zum Recyceln gegeben. Auch das bringt Einnahmen, die für uns wichtig sind“, erklärt Jahnke.

„Sorgfältiges, zuverlässiges Arbeiten ist enorm wichtig, denn auf diesem Markt gibt es so etwas wie einen Bonus für betreute Werkstätten nicht. Die Käufer wissen ja gar nicht, wer sich hinter dem Verkäufer-Pseudonym verbirgt. Sie wollen gute Ware und einen reibungslosen Service“, erklärt Ehlers.

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