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Blühstreifen bietet seltenen Tieren Raum

Edemissen-Wipshausen Blühstreifen bietet seltenen Tieren Raum

Dass gelebter Naturschutz schon vor der Haustür anfängt und auch das Peiner Land Heimat für seltene und vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten ist, stellt die PAZ in Zusammenarbeit mit Harro Henke in einer kleinen Serie über besondere ökologische Nischen dar. Im dritten und letzten Teil geht es um ein Magerrasen-Biotop bei Wipshausen, auf dem ein Blühstreifen wertvollen Lebensraum bietet.

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Das Magerrasen-Biotop bei Wipshausen: Der ehemalige Acker an der L 320 darf nicht befahren werden.

Wipshausen . Es ist erst wenige Jahre her, dass die Fläche an der L320 nicht mehr landwirtschaftlich als Acker genutzt wird. Umso eindrucksvoller ist die Entwicklung.

Harro Henke ist 2009 auf das Gelände aufmerksam geworden. „Als Naturschützer hat man ein Auge dafür, wenn sich etwas entwickelt, und da die Fläche an das Bahnhofs-Biotop anschließt, das ich seit Jahren betreue, ist mir die Entwicklung schnell aufgefallen“, sagt Henke, der viel Zeit damit verbringt, seltene Tiere und Pflanzen ausfindig zu machen und zu fotografieren. Auch die Fotos auf dieser Seite stammen von ihm und sind in diesem Biotop entstanden.

Um eine Brache herum wurde der Blühstreifen angelegt. Das Landwirtschaftsministerium fördert solche Maßnahmen, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind (siehe Hintergrund). „Die räumliche Nähe zum Bahnhofs-Biotop ist natürlich ideal, weil ein Austausch stattfinden kann“, freut sich Henke.

In beiden Fällen handele es sich um Magerrasen, dennoch gebe es Unterschiede. „Das Areal an der L 320 ist weniger strukturiert und insgesamt weiter und offener“, erklärt Henke.

„Ärgerlich ist es nur, dass das Gebiet trotz des ausdrücklichen Verbots immer wieder befahren wird. Ich führe deswegen häufig Diskussionen mit Anglern, die an ihre Angelplätze am benachbarten Kiessee heranfahren“, bedauert Henke.

wos

Die Förderung von Blühstreifen

Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium fördert die Anlage von mehrjährigen Blühstreifen auf Ackerflächen, wenn sie zum Beispiel als Übergangsfläche zu ökologisch sensiblen Bereichen oder zur Schaffung von Verbindungskorridoren oder von Schutz-, Brut- oder Rückzugsflächen für Wildtiere dienen.

Dafür gibt es mehrere Kategorien. Für den Blühstreifen bei Wipshausen gilt die Kategorie A6. Das heißt unter anderem, es muss bestimmtes Saatgut ausgebracht werden, es dürfen keine Pflanzenschutz- oder Düngemittel verwendet und die Fläche darf weder genutzt noch befahren werden. Außer den zugelassenen und genau definierten Pflegeschnitten und Ausbesserungsmaßnahmen darf keine Bearbeitung erfolgen.

Das landwirtschaftliche Unternehmen muss sich für die Dauer von fünf Jahren verpflichten, die Vorgabe einzuhalten.

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