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Biogasanlage: Offener Brief an die Ratsmitglieder

Hohenhameln Biogasanlage: Offener Brief an die Ratsmitglieder

Hohenhameln. Die geplante Erweiterung der Betriebsgenehmigung für die Biogasanlage zwischen Harber und Hohenhameln beschäftigt die Menschen in der Region. Jetzt wenden sich Hartmut Braun und Marianne Kauers-Theunert im Namen der Bürgerinitiative für Umweltschutz in der Gemeinde Hohenhameln mit einem offenen Brief an Bürgermeister Lutz Erwig und die Mitglieder des Hohenhamelner Gemeinderates.

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Ist derzeit heißes Thema in der Gemeinde: Die Biogasanlage zwischen Harber und Hohenhameln.

Quelle: Christian Bierwagen

Der Betreiber der Biogasanlage will nicht nur überwiegend Mais, sondern auch Hühnerkot und deutlich mehr Rindergülle als ursprünglich geplant vergären lassen (PAZ berichtete). "Dies muss unbedingt verhindert werden", schreiben Braun und Kauers-Theunert.

Die Gründe für die Ablehnung lägen in den Gefahren aus der Intensivhaltung und der Behandlung dieser Tiere mit Antibiotika begründet. Dabei berufen sich die Verfasser des Briefes auf verschiedene offizielle Studien und Untersuchungen.

Im Umfeld von Hähnchenmastanlagen seien auf Pflanzen und Böden, bei den dort arbeitenden Menschen, aber auch in Supermarktprodukten antibiotikaresistente Erreger gefunden worden, heißt es in dem Brief. "Überdies fand das Landesgesundheitsamt heraus, dass in 34 niedersächsischen Krankenhäusern 22 Prozent der dort festgestellten gefährlichen Keime aus dem Veterinärbereich stammten. Da sie gegen die meisten Antibiotika resistent sind, kann eine Infektion schlimmstenfalls tödlich enden", argumentieren Braun und Kauers-Theunert.

"Eine Kontaminierung der Umgebung durch solche Keime ist auch beim Antransport und der Verladung sowie bei Lagerung an einer Biogasanlage wahrscheinlich. Falls die Biogasanlage zwischen Harber und Hohenhameln mit Hühnerkot und Rindergülle beschickt werden sollte, würde dies besondere Gefahren mit sich bringen, da sich die Anlage in unmittelbarer Nähe von zwei Schulen, eines Kindergartens und einer Seniorenanlage befindet", befürchten die Vertreter der Bürgerinitiative. Zudem liege die Bebauung in Hauptwindrichtung.

"Wir möchten daher dringend davor warnen und die verantwortlichen Politiker darum bitten, alles in ihrem Einfluss liegende zu unternehmen, damit diesem Antrag nicht stattgegeben wird", heißt es abschließend.

Und das ist die Antwort von Bürgermeister Lutz Erwig:

Die Bürgerinitiative bekommt seitens des Bürgermeisters Lutz Erwig Rückendeckung. „Die Gemeinde Hohenhameln wird in dem Genehmigungsverfahren zur erweiterten Beschickung der Biogasanlage Harber eine negative Stellungnahme an die Genehmigungsbehörde, das ist derzeit der Landkreis Peine, der baurechtlich hier entscheiden soll, abgeben“, sagt Erwig.

Die damalige immisionsrechtliche Genehmigung hat das staatliche Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig abgegeben. „Bei der ursprünglichen Änderung des Flächennutzungsplanes ist der Gemeinderat davon ausgegangenen, dass diese Biogasanlage mit nachwachsenden Rohstoffen und nicht regelmäßig mit Gülle betrieben wird. Anderes war aus den damaligen Antragsunterlagen auch nicht zu erkennen“, argumentiert der Bürgermeister.

Der jetzige Erweiterungsantrag stelle insbesondere wegen der Nähe zur Wohnbebauung deutlich höhere Anforderung an Vorkehrungen zum Schutze der Menschen. Diesen Schutz müssen die Betreiber der Anlage vorrangig sicherstellen.

„Allerdings ist hier auch die Bundesgesetzgebung zu hinterfragen, die durch das EEG 2009 mit der Biomasseverordnung den Einsatz dieser Stoffe fördert“, richtet sich Erwig mit kritischen Worten an den Gesetzgeber.

wos

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