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Bei großer Hitze schlanker zum Schlachter

Eickenrode Bei großer Hitze schlanker zum Schlachter

„Ich schwitze wie ein Schwein!“ Dieser Stoßseufzer war in den vergangenen Tagen häufig zu hören. Doch wie geht es eigentlich Schweinen bei heißen Temperaturen? Die PAZ hat bei einem Mäster nachgefragt.

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Frederik Böker aus Eickenrode ist Herr über derzeit 1300 Schweine. Eine moderne Lüftungsanlage macht es den Tieren auch bei heißem Sommerwetter im Stall erträglich.

Quelle: cb

Eickenrode. Das Außen-Thermometer zeigt mehr als 30 Grad im Schatten. Doch der Aufenthalt im Schweinestall von Frederik Böker aus Eickenrode ist überraschend angenehm. Zwar herrschen hier immerhin 26 Grad, doch gefühlt ist es deutlich kühler. Ein steter sanfter Luftstrom durchzieht das Gebäude.

„Das liegt an der modernen Lüftungsanlage“, erklärt Böker. Sie bläst die Abluft kontinuierlich nach draußen, und durch den entstehenden Unterdruck wird Außenluft nach drinnen gesogen.

Fünf Ventilatoren sind dazu im Einsatz und wälzen die Luft ständig um. Jeder schafft etwa 21 000 Kubikmeter pro Stunde. „Das reicht aus, um jede Minute die Luft komplett auszutauschen“, erklärt Böker, „aber man muss aufpassen: Schweine vertragen keine Zugluft“.

Die Schweine wirken munter und zufrieden. „Aber ganz spurlos geht die Hitze auch an ihnen nicht vorbei“, sagt der Landwirt. Der Appetit lasse nach, „wie bei uns Menschen ja auch.“ Die Tiere fräßen etwa 30 Prozent weniger. „Damit nehmen sie auch 30 Prozent weniger zu. Entsprechend länger werden sie gemästet, und viele sind auch leichter als gewöhnlich, wenn es ans Schlachten geht“, erklärt Böker.

Getrunken wird im Schweinestall allerdings viel mehr als sonst. „Ich habe zwar keinen Mengenmesser, aber die Pumpe, die das Wasser für die Schweinetränken aus dem Brunnen fördert, läuft ungefähr doppelt so viel wie gewöhnlich“, hat er beobachtet. Mittels ständig zugänglicher Selbsttränken können sich die Tiere selbstständig mit Wasser versorgen.

„Es gibt auch Anlagen, die die Tiere sanft mit Wasser besprühen, aber ich bin davon nicht überzeugt. Dadurch steigt die Luftfeuchtigkeit und es wird schwül in den Ställen – dass das wirklich angenehmer ist, glaube ich nicht“, sagt der Bauer.
Insgesamt 1300 Schweine leben derzeit auf 2600 Quadratmetern in den beiden Ställen bei Eickenrode.

wos

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