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Baugebiet Wipshausen wird auf Eidechsen untersucht

Edemissen Baugebiet Wipshausen wird auf Eidechsen untersucht

Wipshausen. Liegt das geplante Neubaugebiet „An der Braunschweiger Straße II“ in Wipshausen auf Eis, weil es dort eine streng geschützte Eidechsen-Art gibt?

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Blick auf das Baugebiet in Wipshausen.

Quelle: Kerstin Wosnitza

Rathaus-Sprecher Oliver Völkening von der Gemeinde Edemissen hat darauf eine klare Antwort: „Nein!“ Das rund 30 000 Quadratmeter große Gelände östlich der Braunschweiger Straße und westlich der ehemaligen Bahnstrecke befindet sich mitten im Bebauungsplanverfahren.

„Es mag für die Bürger so aussehen, als wenn es nicht vorangeht, dem ist aber nicht so“, erläutert Völkening. Der Aufstellungsbeschluss für das Baugebiet wurde im Frühjahr 2015 gefasst, im Herbst desselben Jahres erfolgte die frühzeitige Beteiligung der Behörden und Bürger. Dabei erfolgte der Hinweis der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Peine, dass es auf dem Gelände ein Vorkommen der streng geschützten Zauneidechsen-Art Lacerta Agilis geben könnte. „Das wird nun untersucht“, sagte der Rathaus-Sprecher. Logischerweise könne ein Zauneidechsen-Vorkommen nur im Sommer erfasst werden. Im September soll dann das abschließende Ergebnis vorliegen.

„Zauneidechsen besiedeln Magerbiotope wie trockene Waldränder, Bahndämme, Heideflächen, Dünen, Steinbrüche, Kiesgruben, Wildgärten und ähnliche Lebensräume mit einem Wechsel aus offenen, lockerbödigen Abschnitten und dichter bewachsenen Bereichen. Bestände der Zauneidechse werden vor allem durch die Zerstörung von Lebensräumen und Kleinstrukturen in der Landschaft dezimiert. Dazu gehören etwa die Rekultivierung von sogenanntem ‚Ödland‘, die Wiederbewirtschaftung von Brachen, der Verlust von Randstreifen und Böschungen, allgemein eine intensive Landwirtschaft oder auch die Fragmentierung der Landschaft durch Straßenbau und Verkehr sowie Siedlungsbau“, heißt es im Internetlexikon Wikipedia.

Sollten dort Zauneidechsen nachgewiesen werden, bedeute dies aber nicht das Aus für das Baugebiet. „Es gibt dann Möglichkeiten, die man ergreifen kann“, blickt der Rathaus-Sprecher voraus. Generell sei dies eine Abwägungsentscheidung der politischen Gremien. Bebaut werden soll das Gelände mit Einfamilienhäusern, die Grundstücksgrößen liegen zwischen 600 und 1000 Quadratmetern. Etwa 30 bis 35 Bauplätze könnten so im Osten Wipshausens entstehen, schätzt Völkening. Ein Verkauf der Grundstücke finde erst 2017 statt. Eine Interessentenliste gibt es aufgrund des langen Zeitraums nicht.

mir

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