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Bauernhofarbeit gegen Kost und Logis

Edemissen Bauernhofarbeit gegen Kost und Logis

Voigtholz. Semesterferien der besonderen Art verbringen zur Zeit Ana Brondao und Marianna Holz aus Portugal auf dem Biobauernhof in Voigtholz. Die beiden Studentinnen leben seit dem 20. Juli bei Ulf Lahmann und machen dort ein gut einmonatiges freiwilliges Praktikum.

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Ana (links) und Marianna sind unter anderem für das Füttern der Schweine verantwortlich.

Quelle: hs

„Wir sind hier um Erfahrungen zu sammeln und die Unterschiede zu sehen zwischen dem theoretischen Unterricht an der Universität und dem richtigen Arbeitsalltag auf einer Farm“, erklären die Freundinnen aus Portugal. Für die 22-Jährige Marianna hat der Deutschlandaufenthalt noch einen weiteren Grund: Sie ist auf der Suche nach ihren eigenen Wurzeln und möchte das Heimatland ihres deutschen Vaters besser kennenlernen.

Gefunden haben die jungen Frauen Lahmanns Biohof mit Hilfe der Organisation Wwoof, die Praktikanten aus der ganzen Welt an landwirtschaftliche Bio-Betriebe vermittelt. Auf Grund der Homepage sei Lahmanns Bauernhof sofort das Wunschziel gewesen. In Portugal studieren die beiden Freundinnen Tierzucht und -produktion und haben gerade ihren Bachelor abgeschlossen.

Der Arbeitstag in Deutschland beginnt für die Praktikantinnen um 8 Uhr, dann säubern sie die Tierställe, ernten Früchte, Gemüse und Kräuter, pflanzen und säen Salat oder füttern die Tiere. „Das alles macht uns total Spaß, wir lieben die Tiere und finden es toll, dass der Anbau hier so ökologisch ist, sagen die Portugiesinnen freudestrahlend.

Bauer Ulf Lahmann ist zufrieden: „Die beiden arbeiten sehr zuverlässig und sind immer offen für Anregungen und Tipps.“ Nach sechs Stunden Hofarbeit hat der Besuch aus dem Ausland dann noch Zeit, sich die Seen in der Umgebung anzuschauen oder sich in dem Badeteich auf dem Gelände abzukühlen.

Auf Deutschland sind die Besucherinnen sehr neugierig: „Wir wollen ein paar Tage in München bei Verwandten verbringen und unbedingt noch die Hauptstadt besichtigen“, erzählen die Freundinnen. Doch die Studentinnen haben auch noch einen anderen Plan im Kopf: Sie wollen ihre Heimat Portugal ein bisschen verändern und die Leute dazu bringen, mehr für die Umwelt zu tun.

„Wir sind die neue Generation, wir kennen die klimatischen Bedingungen und sehen es als unsere Aufgabe, umweltbewusst zu handeln und auch andere Menschen davon zu überzeugen, verantwortlicher mit der Natur umzugehen“, erläutert die 25-jährige Ana das Vorhaben. Einen eigenen Biobauernhof wollen die jungen Frauen in Zukunft jedoch nicht haben: „Für eine einzelne Person ist eine große Farm zu viel Arbeit, aber wir können uns gut vorstellen später Tiere zu züchten, insbesondere Bienenvölker.“

Übrigens stößt die Idee des „Wwoofens“ - der vollständige Name lautet World-wide opportunities on organic farms (weltweite Beschäftigungsmöglichkeiten auf Bio-Bauernhöfen) - auf dem Hof Lahmann auch überregional auf Interesse: Gestern war ein Radioteam des NDR zu Besuch, und am Dienstag entsteht ein Fernsehbeitrag für den NDR.

  • Weitere Infos über Wwoof gibt es im Internet unter www.wwoof.de
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