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„Bäume, die man essen kann“

Wehnsen „Bäume, die man essen kann“

Nur die Spitzen der Grünkohl-Pflanzen lugen unter dem Schnee hervor, als die Kinder der Sonnenkäfergruppe aus dem Plockhorster Kindergarten Mullewapp auf dem Feld unterwegs sind. Sie beschäftigen sich mit dem Thema Ernährung und informieren sich über die heimische Pflanze.

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Wenn man Grünkohl ernten will, muss man ihn derzeit erstmal finden und vom Schnee befreien, lernen die Kinder auf dem Feld.

Quelle: Privat

Edemissen-Wehnsen. Fast wie eine Schatzsuche gerät die Grünkohl-Ernte der kleinen Sonnenkäfer aus dem Plockhorster Kindergarten Mullewapp. Gemeinsam mit Landwirt Horst Homann von Homanns Bauernladen in Wehnsen stapfen sie durch den hohen Schnee und halten Ausschau nach den „Bäumen, die man essen kann“ und von denen man auf dem verschneiten Feld nur die Spitzen sieht.

Nach dem Abstecher auf den Grünkohl-Acker zeigt Homann den Kleinen aus der Sonnenkäfergruppe, was mit den Pflanzen weiter passiert. Klar, dass sie beim „Strippen“ selbst Hand anlegen dürfen. Auch ein gründlicher Blick in die Kochtöpfe ist erlaubt, bevor alle das deftige Wintergericht – natürlich klassisch mit Bregenwurst und Kartoffeln serviert – probieren dürfen. „Etwa die Hälfte der Kinder kannte Grünkohl, für die anderen war es etwas völlig Neues“, sagt Erzieherin Marion Moos.

Der Besuch auf dem Bauernhof wurde von Mutter Maren Hornbostel eingefädelt, und er ist Teil eines Projektes, das derzeit in der Sonnenkäfergruppe läuft. „Findus schaut in Kochtöpfe“ ist es betitelt, und es geht darum, den Kindern Lebensmittel näher zu bringen.

Findus ist der freche, neugierige Kater aus den gleichnamigen Kinderbüchern. Aber er wohnt gar nicht wirklich in Schweden, wie in den Büchern behauptet wird. Eigentlich ist sein Zuhause die Sonnenkäfergruppe, wo er als Handpuppe einen festen Platz im Tagesablauf hatte.

„Bis er eines Tages plötzlich verschwand“, sagt Moos. Die Kinder seien sehr in Sorge gewesen, doch nach kurzer Zeit hat der Kater sich gemeldet. „Ihm war es zu langweilig im Kindergarten, und er hat sich auf die Reise gemacht, um in fremde Kochtöpfe zu schauen“, erklärt Moos. Seither schickt er regelmäßig Briefe und Pakete mit Rezepten und Zutaten. Damit können die Kinder selbst kochen und verschiedene Gerichte probieren.

„Uns war aufgefallen, dass viele der Jungen und Mädchen nicht alles essen mögen und auch viele Lebensmittel gar nicht kennen“, sagt Hornbostel. So sei die Idee mit dem herumreisenden Findus entstanden. Für die Briefe und Pakete sind Eltern verantwortlich. „Auch wir Erzieherinnen wissen immer gar nicht so genau, was uns erwartet und lassen uns gern überraschen“, sagt Moos.

Kerstin Wosnitza

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