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Aus für das beliebte Ausflugsziel Eltzer Mühle

Eltze Aus für das beliebte Ausflugsziel Eltzer Mühle

Eltze. Claudia und Horst Gräbing haben ihren Cafébetrieb in der Eltzer Mühle eingestellt. Das kleine Lokal war vor allem in den Sommermonaten auch für viele Ausflügler aus Edemissen eine beliebte Anlaufstelle.

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Eltzer Mühle im Winter.

Quelle: Archiv

Gräbings ziehen mit ihrer Entscheidung die Konsequenz aus einem jahrelangen, zermürbenden Konflikt mit der Verpächterin und den Nachbarn.

„Wir haben mehrfach versucht, die Parteien zusammenzubringen, in der Hoffnung, dass sie sich einigen“, sagt Uetzes Wirtschaftsförderer Andreas Fitz. Das sei leider nicht geglückt. „Die Mühle ist eines der Aushängeschilder der Gemeinde Uetze gewesen“, sagt Fitz. Der Gemeinde habe die Verpächterin gesagt, dass es dort keinen Cafébetrieb mehr geben werde, sie wolle die Eltzer Mühle ursprünglicher halten.

„Das Freizeitland Uetze verliert einen Stern“, kommentiert Eltzes Ortsbürgermeister Hans-Hermann Brockmann die Entwicklung. „Ich bin maßlos enttäuscht. Denn es gibt keine vernünftigen Gründe, diese gute Einrichtung kaputt zu machen. In die Mühle wurde viel Liebe und Geld investiert, jetzt bricht sich die Missgunst Bahn.“ Bezeichnend sei, dass die Mühleneigentümerin es abgelehnt habe, dass der Verband Deutsche Mühlenstraße die Eltzer Mühle mit in sein Streckennetz aufnimmt, sagt Brockmann.

Horst Gräbing zieht eine nüchterne Bilanz: „Wir haben den Kampf verloren.“ Begonnen hatte der Konflikt im Herbst 2013. Zunächst habe die Eigentümerin der Mühle eine Erhöhung der Pacht von 350 Euro auf 1200 Euro gefordert. Grund war offensichtlich der florierende Cafébetrieb. Trotzdem kündigte die Eigentümerin drei Monate später den Pachtvertrag, der eigentlich erst 2035 enden sollte. Auch die Nachbarn hätten den Mühlencafébetreibern buchstäblich Steine in den Weg gelegt. Sie sperrten eine der Zufahrten zur Mühle, weil sie sich offenbar vom Ausflugsbetrieb gestört fühlten.

Vorerst werden Horst Gräbing und seine Frau in der Mühle bleiben, bis sie eine neue Wohnung gefunden haben. „Zudem müssen wir für unsere Tiere eine neue Unterkunft finden.“ Darüber hinaus verlangt die Verpächterin, dass alles in den Zustand zurückversetzt wird, wie es übernommen wurde. „Wir sollen alles in die Ruine zurückverwandeln“, sagt Gräbing mit einem Anflug von Galgenhumor. Er und seine Frau hatten die verwahrloste Mühle in sieben Monaten harter Arbeit saniert. 40 Container wurden mit Müll und Schutt gefüllt. Unter den Dielen der Kaffeestuben entdeckten sie sogar ein Rattennest. „Wir haben etliche Rigipswände rausgerissen und die Mühle in ihren Urzustand zurückgebaut“, erinnert sich Horst Gräbing. Wochen habe es gedauert, das Mühlrad nach zehn Jahren Stillstand wieder zum Drehen zu bringen.

Gräbings haben aber nicht nur Arbeit, sondern auch an die 100.000 Euro in die Mühle investiert. „Wir hätten noch gern fünf Jahre gemacht, dann hätten wir unsere Investitionen wieder rausgehabt“, sagt Horst Gräbing. „Jetzt ist unsere Lebensexistenz dahin.“

dt

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