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Amtsgericht Peine: 1000 Euro Strafe für Körperverletzung und Schwarzfahren

Edemissen Amtsgericht Peine: 1000 Euro Strafe für Körperverletzung und Schwarzfahren

Kreis Peine. Zur Zahlung von hundert Tagessätzen à zehn Euro ist jetzt ein 53 Jahre alter Peiner vom Amtsgericht Peine verurteilt worden. Er hatte wegen einer Körperverletzung und Beförderungserschleichung in fünf Fällen auf der Anklagebank gesessen. Der gelernte Maurer räumte alle Taten in vollem Umfang ein.

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Das Amtsgericht in Peine.

Quelle: A

Ganz offensichtlich ist es der Alkohol, der den durchaus verständig wirkenden Angeklagten in jemand ganz anderen verwandelt. In diesem Zustand hatte er mehrfach in einem Mehrfamilienhaus in Edemissen randaliert, wo seine damalige Freundin wohnte. Dort kam es auch zu der Körperverletzung.

Die Vermieterin hatte ein Hausverbot gegen den Angeklagten verhängt, der sich an jenem Abend im April 2013 trotzdem von einem Taxi auf den Hof bringen ließ. Die 54-Jährige öffnete nicht ihre Wohnungstür, konnte aber hören, wie ein zu Hilfe gerufener Nachbar den offensichtlich Betrunkenen dazu bewegen wollte, Haus und Gelände zu verlassen.

Dann sei von unten aus dem Treppenhaus ein Tumult zu vernehmen gewesen. Dort hatte der Angeklagte versucht, den 45 Jahre alten Nachbarn ins Gesicht zu schlagen. Schließlich trat der Eindringling zu und traf den 45-Jährigen an Ober- und Unterschenkel sowie am Knie, wo im späteren ärztlichen Befund heftige Prellungen festgestellt wurden.

Als die von der Exfreundin gerufene Polizei eintraf, hatten der getretene und ein weiterer Nachbar den Angeklagten bereits überwältigt. Dieser konnte sich vor Gericht an jenen Abend kaum erinnern. Dem Einfluss von Alkohol waren auch jene fünf Bahnfahrten zuzurechnen, die der 53-Jährige unternommen hatte, ohne jedoch genug Geld zu haben. Er habe sein Problem erkannt und dessen Lösung bereits in Angriff genommen, berichtete sein Verteidiger. So unterzog er sich im August 2013 freiwillig einer Entgiftung, nimmt seitdem regelmäßig an Gruppentreffen teil und begibt sich demnächst in eine entsprechende Rehabilitationsmaßnahme.

Angesichts der positiven Sozialprognose und der Tatsache, dass der Angeklagte bei den Tritten nur Turnschuhe trug, folgte der Richter trotz einschlägiger Vorbelastungen dem Antrag der Staatsanwältin.

hui

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