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Alvesser Schulgebäude hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich

Alvesse Alvesser Schulgebäude hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich

Alvesse. Für alte Gebäude eine sinnvolle Nachnutzung zu finden, ist nicht immer einfach, hat aber einen besonderen Reiz. In einer Serie stellt die PAZ gelungene Beispiele aus der Gemeinde Edemissen vor. Teil 1: Die ehemalige Alvesser Schule.

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Vor der ehemaligen Alvesser Schule: Gerold Buß-Lissek (links) von der Firma WindStrom, der das Gebäude jetzt gehört, und der ehemalige Schulleiter Rudolf Aurich.

Quelle: taw

Das Gebäude Am Torfstich 11 in Alvesse blickt auf eine lebendige Geschichte zurück. Beherbergt es heute die WindStrom-Unternehmensgruppe, wurde es einst als Schule konzipiert und gebaut.

Im ersten Moment denkt man heute nicht mehr, dass es sich um ein Schulgebäude handelt. Moderne Farben und Büromobiliar haben Einzug gehalten. Doch bei genauerer Betrachtung sind doch noch einige Relikte aus früherer Zeit vorhanden. „Wir haben unter anderem das Geländer an der Kellertreppe erhalten und nur neu gestrichen, weil es architektonisch gut zum Charakter des Gebäudes passt“, sagt Gerold Buß-Lissek, Mitgesellschafter der Unternehmensgruppe.

Auch am Grundriss lässt sich noch die frühere Aufteilung erkennen. Im ehemaligen Werkraum befindet sich die Küche, in der Pausenhalle der Empfang, in den beiden ehemaligen Klassenräumen sind Büros untergebracht und im ehemaligen Lehrerzimmer werden heute Besprechungen abgehalten. Die ehemalige Bühne ist ebenfalls noch vorhanden. Dieser Gebäudeteil ist etwas erhöht und wird nach wie vor über zwei Stufen erreicht.

Früher war Rudolf Aurich Schulleiter. „Bevor die Windstrom-Unternehmensgruppe das Gebäude übernommen hat, waren nach der Schließung der Schule 1980 erst der Schulkindergarten, später das Archiv der Gemeinde Edemissen und eine Jugendgruppe hier untergebracht“, erinnert er sich. „Zur Zeit des Libanonkonfliktes wurde es zum Heim für Asylbewerber umgebaut.“ Aurich war übrigens bereits bei der Grundsteinlegung im Juli 1958 dabei.

Im Jahr 1997 mietete WindStrom das Gebäude, das in der Folgezeit saniert und erweitert wurde. „Aber als wir einzogen, waren noch die alte Bestuhlung, die Tafeln und der Trinkstein in der Pausenhalle vorhanden. Außerdem gab es noch sieben Duschkabinen im Keller, die in den 1960er-Jahren als öffentliche Duscheinrichtung genutzt wurden“, erinnert sich WindStrom-Gesellschafter Buß-Lissek.

Um aus dem Gebäude das zu machen, was es heute ist, waren Eigenleistung und Enthusiasmus gefragt. Denn: Zuerst stand die Entwicklung der Firma für die jungen Unternehmer im Vordergrund. So kam es, dass das Gebäude bis ins Jahr 2001 zeitweise nach getaner Arbeit gleich auch für die Übernachtung genutzt wurde. Mittlerweile gehören Gebäude und eine Erweiterungsfläche der Unternehmensgruppe. Im Laufe der Jahre entwickelte sich die Firma ständig weiter, sodass derzeit in dem Gebäude 28 Mitarbeiter auf engem Raum einen Arbeitsplatz finden. Um die beengten Platzverhältnisse zu entzerren, entsteht derzeit ein Anbau mit elf weiteren Büroarbeitsplätzen.

taw

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